Sa, 17. November 2018

Enorme Schäden:

02.11.2018 05:30

Regen hört nicht auf: Zittern vor neuer Flut

Die von Hochwasser und Muren geplagten Regionen kommen nicht zur Ruhe. Während am Donnerstag die Aufräumarbeiten fortgesetzt wurden, folgte in Mörtschach die nächste Zivilschutzwarnung. Für Freitag, ist neuerlich ergiebiger Regen vorausgesagt. Viele fürchten, dass dann alles von vorne losgehen könnte.

Keine Entspannung ist in den neuerlich von Starkregen betroffenen Bezirken Hermagor, Spittal sowie Lienz in Sicht. Einige Straßen sind weiter unpassierbar, Ortsteile abgeschnitten. Viele konnten zu Allerheiligen die Friedhöfe nicht besuchen. Da in Mörtschach im Mölltal extreme Hangrutschgefahr herrscht, musste der Allerheiligengottesdienst abgesagt werden. Im Osttiroler Obertilliach wurde der Friedhof gesperrt.

Im Lesachtal ist jeder Regentropfen zu viel
„Der durchnässte Boden kann nichts mehr aufnehmen. Jeder Tropfen ist zu viel und könnte eine Mure auslösen. Daher mussten am Donnerstag auch die Räumungsarbeiten der Soldaten zurückgefahren werden. Wir wollen niemanden in Gefahr bringen“, erklärt Heinz Pansi, Bezirkshauptmann von Hermagor. Am Freitag arbeitet der Krisenstab einen Plan aus, damit die Verbindung zwischen St. Lorenzen und Maria Luggau zumindest über Nebenwege wieder hergestellt werden kann. Eine weitere Gefahr stellt der gebrochene Gail-Damm dar. Pansi: „Da der Regen weiter anhält, versuchen wir, ihn so rasch wie möglich zu flicken, damit die Gail wieder in ihr ursprüngliches Gerinne gelenkt werden kann.“

Auch die Bevölkerung von Bad Eisenkappel hat wieder immensen Schaden erlitten. Vellach und der Ebriacherbach sind über die Ufer getreten, Straßen wurden zerstört und Häuser überschwemmt. FF-Kommandant Helmut Malle: „Einige Waldbauern haben nach dem neuerlichen Sturm ihre Existenz verloren.“

Am Freitag besuchen LH Peter Kaiser und Katastrophenreferent Daniel Fellner Bad Eisenkappel. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat unterdessen den Opfern rasche Hilfe zugesagt. Im Katastrophenfonds stünden bis zu 102 Millionen Euro für Geschädigte zur Verfügung.

Alex Schwab
Alex Schwab

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