Mo, 19. November 2018

Bücher gewinnen

07.11.2018 08:29

So geht‘s: Plastik sparen und nachhaltiger leben!

Der Enthusiasmus der „Krone“-Leser, Kunststoffmüll drastisch zu reduzieren, ist nicht zu bremsen. Auch die EU-Staaten haben sich endlich für ein Einweg-Plastik-Verbot ausgesprochen. Demnach sollten jene zehn Wegwerfprodukte, die mehr als 70 Prozent der Abfälle im Meer ausmachen, ab 2021 verboten werden. Wie Sie die Plastikflut - ohne viel Aufwand - auch in Ihrem Haushalt eindämmen können, verraten wir Ihnen hier. Außerdem können Sie eines von fünf Büchern zum Thema gewinnen!

Egal, ob Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik oder Haushaltszubehör - fast alles ist heute in Plastik verpackt oder besteht sogar daraus. Schätzungen zufolge gibt es auf der Welt insgesamt 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff. Würde man aus all dem Plastik eine Frischhaltefolie herstellen, könnten wir unseren Planeten eineinhalbmal komplett mit Kunststoff umwickeln.

Die gewaltige Problematik: Plastik kann nicht (und wenn doch erst in Hunderten Jahren) von der Natur abgebaut werden und verschmutzt damit dauerhaft unsere Erde.

Buch gewinnen!
Jeder Österreicher verbraucht im Jahr durchschnittlich 34,2 Kilogramm Plastik - und das bei einer Recyclingrate von gerade einmal 34 Prozent! Schluss damit. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Alltag nachhaltiger gestalten. Denn es braucht gar nicht viel, um einen Schritt in einen umfreundlicheren Alltag zu machen. Um Ihnen diesen Einstieg zu erleichtern, verlosen wir fünf Mal das Buch „Trick 17 - Nachhaltig leben“ von Ina Volkmer aus dem Frechverlag (s. Formular unten).

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat einen umfangreichen Ratgeber veröffentlicht, der nützliche Tipps für jene Bereiche des Alltags bereithält, in denen am meisten Wegwerfplastik anfällt.

Tipps fürs Badezimmer
In den Nasszellen und Schminkstuben dieser Welt häuft sich extrem viel Plastik an. Schuld daran sind in erster Linie die vielen Einwegprodukte, die leicht durch Mehrwegartikel ersetzt werden können. Wir verlangen von Ihnen nicht, auf Bambuszahnbürsten umzusteigen - kleine Veränderungen bewirken hier schon sehr viel!

  • Seife: In manchen Produkten verstecken sich kleine Plastikteilchen (Mikroplastik), die durch unsere Abwässer in den Gewässern und weiter im Meer landen. Dabei ist es so einfach, Duschgel, Zahnpasta und Seife selbst herzustellen - bei minimalen Kosten und Aufwand. Dasselbe gilt für Waschmittel. Kern- und Gallseife oder Kastanien helfen dabei, die Wäsche umweltfreundlich zu säubern. Anleitungen zur Herstellung gibt es zu Tausenden im Internet.
  • Feuchttücher sind praktisch, doch für die Kanalisation problematisch. Da sie aus Kunstfasern bestehen, werden sie zu riesigen Klumpen, die sich nicht zersetzen und die Rohre verstopfen (können). Waschbare Reinigungstücher aus Baumwolle sind eine Alternative. Dasselbe gilt für Stofftaschentücher, die nicht in Einwegplastik verpackt sind. Achten Sie auch darauf, Wattestäbchen mit Papierstiel zu kaufen.
  • Windeln, Tampons und Binden sind nicht nur voller Plastik, Menstruationstassen sind günstiger und wiederverwendbar. Besonders bei Windeln - hier entsteht bis zu eine Tonne Abfall pro Kind! - sollte man auf die angebotenen Bio-Alternativen setzen.
  • Kein Kunststoff für Gesicht und Körper! Schon einmal duschen kann bis zu 100.000 Plastikteilchen ins Abwassersystem spülen. Meiden Sie diese Produkte daher und verwenden Sie besser Naturkosmetik. Ein Blick auf die Inhaltsliste verrät, wo Plastik enthalten ist. Dazu gehören die Stoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET), Nylon-12, Nylon-6, Polyurethan (PUR), Acrylates Copolymer (AC), Acrylates Crosspolymer (ACS), Polyacrylat (PA) oder Polymethylmethacrylat (PMMA) und Polystyren (PS). Die Organisation Greenpeace hat eine Gratis-App entwickelt, mit der sich Kosmetika auf Plastikanteile überprüfen lassen.

Tipps für die Küche
Alu- und Plastikfolie, Einwegverpackungen: In der Küche türmen sich Plastikberge meist regelrecht. Doch: Wer jetzt daran denkt, Tupperware & Co. auszumisten, sollte einhalten: Schon im Haushalt verfügbares Plastik sollte verwendet werden, bis es kaputt geht.

  • Die Oma als Anti-Plastik-Pionierin: Verwenden Sie anstelle von schädlicher Frischhaltefolie besser das gute alte Einmachglas.
  • Den Durst unterwegs können Sie jederzeit aus einer Trinkflasche aus Glas stillen. Das ist sinnvoller, als sich aus der nächsten Fast-Food-Kette einen Becher Cola mitzunehmen.
  • Eiswürfel- und Gefrierbeutel können durch Eiswürfelboxen ersetzt werden, die wiederverwendbar sind.
  • Putztücher und Schwämme können durch Tücher (z. B. aus alten Baumwoll-T-Shirts oder Hemden geschneidert) ersetzt werden. 
  • Küchenutensilien wie Schneidbretter, Kochlöffel und Co. gibt es auch aus Holz oder Glas. Wer beim Trinken Geld sparen will, investiert in einen Trinkwassersprudler oder setzt auf Mineralwasser in Pfandflaschen. Glas kann recycelt werden, Plastik nicht!
  • Nein zum Strohhalm: Verzichten Sie auf das Trinkaccessoire in Ihrem Cocktail oder Kaltgetränk. Sogar die Queen tut das bald. Sie hat erst kürzlich angekündigt, Einwegplastik weitestgehend aus ihren Besitztümern zu verbannen.
  • Wegwerfgeschirr aus Plastik meiden: Wer nicht so viel Geschirr waschen will, sollte auf Pappteller setzen.
  • Trennen Sie Ihren Müll konsequent und vor allem richtig! Das erleichtert die Wiederverwertung von Plastik im großen Stil.

Tipps für Kleidung
Ja, auch in T-Shirts, Unterhosen und Co. findet sich Mikroplastik, die per Waschgang ungefiltert in die Flüsse und Seen gelangen. Auf ihrem Weg nehmen sie Schadstoffe auf, werden von Tieren verschluckt und gelangen so in die Nahrungskette.

  • Plastikfreie Kleidung sollte kein Polyester, Nylon, Elasthan oder Polyamid enthalten. Vorsicht: Klassisches Fleece ist einer der größten Mikroplastikproduzenten im Kleiderschrank! Material wie Baumwolle, Leinen und Viskose jedoch produziert nur Fasern.
  • Fast Fashion: Trends kommen und gehen, wechseln einander immer schneller ab und führen außerdem dazu, dass Kleidung immer schneller ausgetauscht wird. Dies geschieht auf Basis von Stoffen wie Polyester, die günstig produzierbar und vielfältig einsetzbar sind. Die Antwort: Fair und ökologisch produzierte Mode und entsprechende Gütesiegel.

Tipps für den Einkauf

  • Einkaufen ohne Reue: Verwenden Sie Körbe, Rucksäcke oder Stofftaschen anstelle von Plastiksackerln. In Österreich wurde die Zahl an Kunststofftragtaschen zwischen 2014 und 2017 durch die Aktion „Pfiat di Sackerl“ immerhin um 20 Prozent reduziert. Sackerln aus Maisstärke, die Knotenbeutel in Supermärkten (in der Obstabteilung) und Papiersackerln sind übrigens keine Alternative.
  • Man sieht sich besser zweimal im Leben: Sollten Sie keine Alternative haben, dann verwenden Sie das Einkaufssackerl wieder - so oft es geht. Wenn Sie eine Kunststofftasche mindestens fünfmal benutzen, verringern Sie Ihren Plastiksackerlmüll bereits um 80 Prozent!
  • Wurst, Gemüse und Gebäck werden meist in Plastik gewickelt, um Keimen zu trotzen. Doch viele Supermärkte haben nichts dagegen, wenn eigene Mehrwegbehälter oder Baumwollnetze ins Geschäft mitgebracht werden, worin sich die Lebensmittel verstauen lassen. Greifzangen sollten Sie Plastikhandschuhen übrigens vorziehen - das ist genauso hygienisch! Wer viel Gemüse isst, kann auch über die regelmäßige Anlieferung einer Bio-Kiste denken oder Wochen- oder Bauernmärkten einen Besuch abstatten.
  • Trinken Sie aus Mehrweg- anstelle von Plastikflaschen. Der so im Trend liegende „Coffee to go“ ist eine pure Umweltsünde: Die Becher sind zumeist mit Plastik beschichtet und mit Kunststoffdeckeln versiegelt. Alleine in unserem Nachbarland Deutschland werden 340.000 Stück davon pro Stunde konsumiert. Den Preis für unsere Bequemlichkeit zahlt die Natur. 

Generell gilt: Immer vergleichen! Augen auf!
Das Angebot in den Supermärkten ist groß - und oft lässt sich bei genauem Hinsehen eine Alternative ohne oder zumindest mit weniger Plastik finden.

Hier Buch „Trick 17 - Nachhaltig leben!“ gewinnen:

Mehr Infos zum Thema Plastik und Nachhaltigkeit finden Sie auf krone.at/plastikplage.

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