Service von Hotels

In der Schweiz gibt es Insta- statt Babysitter

Ein Instagram-Account kann ganz schön anstrengend sein: Man muss die besten Plätze für die besten Fotos finden, sich davor natürlich richtig stylen und danach die Bilder bearbeiten. Hat man es gepostet, wartet man gespannt auf die Reaktionen seiner Follower. Vor allem im Urlaub kann so eine Instagram-Sucht störend sein. Den Ibis-Hotelgästen in der Schweiz wird ab jetzt geholfen - und zwar mit einem Instagram-Sitter. „Relax we post“ heißt der neue Service, der im November in die Pilotphase geht.

Viele halten das vermutlich für einen schlechten Scherz, doch das Pilotprojekt „Relax we post“ gibt es tatsächlich. Ein Instagram-Sitter kümmert sich um den Account des Hotelgastes, während dieser seinen Citytrip ohne digitalen Stress genießen kann. Wenn man bedenkt, dass eine Studie des Independent herausgefunden hat, dass Millenials ihr Reiseziel danach auswählen, wie gut es sich auf Instagram macht, ist der Sitter gar nicht mehr so abwegig.

Schließlich wird für manche das Leben in der virtuellen Welt so stressig, dass sie sich eine Auszeit - Digital Detox - nehmen müssen. Auch Promis wie Selena Gomez oder Lara Gut zerbrechen an den sozialen Medien. Für dieses Problem ist ein Instagram-Sitter zwar nicht die Lösung, aber laut AccorHotels ein zukunftsgerichtetes Service, dass es den Gästen ermöglicht, mal wieder die reale Welt mit all ihren Schönheiten zu genießen, ohne alle fünf Minuten in die gekünstelte Social-Media-World abzutauchen. 

Vom 3. November bis 2. Dezember kann der Sitter jeweils am Wochenende gratis in allen Ibis-Hotels in Genf und Zürich dazugebucht werden. Um den heiligen Account kümmert sich auch nicht irgendjemand, sondern bekannte Influencer, die Fotos und Videos posten, Storys erstellen und auf Wunsch auch mit den Followern interagieren.

Wäre das in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Jung von Matt/LImmat entwickelte Projekt auch etwas für Wien? „Diese Pilotphase ist aktuell tatsächlich ausschließlich für die Schweiz vorgesehen - je nachdem, wie das Konzept angenommen wird, können wir uns jedoch durchaus vorstellen, es zukünftig auch auf weitere Hotels auszuweiten“, antwortet Anne Wahl, Pressesprecherin der AccorHotels, auf City4U-Anfrage. Bleibt nur zu hoffen, dass ein Insta-Sitter nicht bald genauso normal wie ein Babysitter ist.

November 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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