26.10.2018 03:27 |

Neue Zielgruppe

Auf der Suche nach den Schul-Skikindern

Egal ob Wiener, Deutsche oder auch Holländer: Für die rund 54.000 Schüler, die jährlich ihren Ski-Schulkurs in Salzburg absolvieren, sind es oft die ersten Ski-Schwünge im Schnee. Und dieses Potenzial wollen die heimischen Touristiker nutzen: Neue Maßnahmen sollen für ausreichend Ski-Fahrer-Nachwuchs sorgen.

Es ist fast schon eines dieser altgewohnten Salzburger Muster: Gerade einmal fegt Sturmtief Sieglinde über das Land und sorgt innergebirgs für den ersten Skiwind, schon wittern die heimischen Touristiker das Wintergeschäft - nach der vergangenen Rekord-Wintersaison mit 16 Millionen Nächtigungen (+6 Prozent). Sowie starken Zuwächsen bei den deutschen (+9 Prozent) und russischen Gästen (+16 Prozent).

Und die Experten wollen sich in der anstehenden heurigen Wintersaison nicht auf altbewährtes Ski-Tourismus-Marketing verlassen, sondern vor allem die Jüngsten auf der Piste in den Fokus rücken, wie Salzburger-Land Tourismus Chef, Leo Bauernberger, berichtet: „Um das hohe Niveau an Nächtigungen im Winter halten zu können, müssen wir alleine schon wegen der demographischen Entwicklung bereits jetzt Familien und speziell die Schul-Kinder in den Mittelpunkt unserer Bemühungen stellen.“

Und deshalb widme man einen Teil des 2,7 Millionen Euro schweren Budgets den Schülern, um künftige Skifahrer mit wenig Ski-Bezug für die Salzburger Skigebiete zu gewinnen: „Wir bieten einerseits Schulungen für die Lehrer in den Schulen an, gleichzeitig aber auch günstige Skitickets sowie beispielsweise auch rundum Servicepakete an.

Aber auch das neue Portal book2ski.com des Salzburger Berufsskilehrer Verbandes, bei dem Leihski oder auch Ski-Kurse von daheim aus gebucht werden können, hilft uns dabei“, so Bauernberger.

Das solche Aktionen nötig sind, zeigen auch die Zahlen: Denn selbst Saalbach-Hinterglemm - das österreichweit mit 36.450 Nächtigungen bei den Ski-Schulwochen führend ist - musste in den vergangenen Jahren herbe Rückschläge hinnehmen: „Alleine zwischen 2010 und 2018 ist die Zahl der Nächtigungen der Schulski-Kinder um 33 Prozent zurückgegangen, weil einerseits die Kurse nicht mehr verpflichtend sind und viele Sportarten mit dem Skifahren konkurrieren“, berichtet Tourismusdirektor Wolfgang Breitfuss.

Deshalb steure man dagegen: „Wir haben beispielsweise Kurs- und Lift-Paket-Angebote für 295 Euro im Programm, als auch ein Bonuspaket beim Kauf von Skikarten. Zudem wird in die Qualität der Unterkünfte stark investiert“, so Breitfuss.

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