So, 18. November 2018

Bilanz und Ausblick

26.10.2018 06:02

Sommertourismus knüpft an goldene Zeiten an

Das Wetter wochenlang schön, das Angebot für den Bergurlaub immer attraktiver - diese „Zutaten“ sind wohl hauptverantwortlich, warum der Tiroler Sommertourismus 19,6 Millionen Nächtigungen erzielte (plus 2,9 Prozent, Monat Oktober ausständig). 84 Prozent der Beherberger waren mit der Saison zufrieden. Auch für den Winter ist Optimismus angesagt: Vier fünf fünf Betrieben sind mit der Buchungslage zufrieden.

Im Vorjahr waren 77 Prozent der Betriebe mit der Sommersaison glücklich, auf der Erfolgsleiter scheint es also weiter nach oben zu gehen. „Die reinen Nächtigungszahlen sagen aber nicht alles über den Erfolg aus, wichtig ist die Wertschöpfung. Nach ersten Berechnungen legte sie um 4,6 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro zu“, sagte LH Günther Platter beim Sommerrückblick und Winterausblick in Seefeld.

Früchte einer langfristigen Strategie
Für Tirol-Werbung-Chef Josef Margreiter sind die tollen Sommerzahlen der Erfolg einer langfristigen Strategie, das Angebot sei mit vielen Innovationen weiterentwickelt worden (man denke nur an die Attraktionen der Bergbahnen). Die alpine „Sommerfrische“ werde weiter gefragt sein: „Viele Gäste schätzen es, wenn sie ohne Klimaanlage schlafen können“, so Margreiter.

Nach 1992 ging’s bergab
Mit der vorläufigen Sommerbilanz knüpft man beinahe an goldenen Zeiten an. Denn nach dem Höchststand im Jahr 1992 (23,4 Millionen Sommernächtigungen) ging es viele Jahre lang bergab. Der Tiefpunkt war 2006 mit nur 16,9 Millionen Übernachtungen. Die heurige Stütze waren wieder einmal die Deutschen, die für jede zweite Nächtigung sorgten - „und für einen Zuwachs von 4,6 Prozent“, bilanziert Ingrid Schneider von der Tirol Werbung.

Für Winter ist Ferienkalender fast ideal
Nach dem traumhaften Sommer geht der Blick der Tiroler Tourismusverantwortlichen nach vorne - und auch hier herrscht Optimismus. Weitere Nächtigungsrekorde scheinen aber gar nicht die Botschaft zu sein, die man (an die eigene Bevölkerung) aussenden will. „Ein Halten des hohen Niveaus wäre schon ein Erfolg“, gab LH Günther Platter die Parole vor. Im selben Atemzug mahnte er Glaubwürdigkeit und Qualität ein und nannte dabei Kunstschnee ohne Zusätze. Auch dürfe man Kritik aufgrund der „Macht der Bilder“ nicht unterschätzen, spielte er auf Schneebänder im Altweibersommer an.

Viele glauben an Umsatzplus
Zurück zum Winterausblick: „60 Prozent der Betriebe rechnen mit einem Umsatz wie 2017/18, doch 28 Prozent erwarten sich sogar mehr“, zitierte Mario Gerber, WK-Fachgruppenobmann der Hotellerie, eine Umfrage. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sieht die Nordische Ski-WM als Magnet: „103.000 Tickets sind bereits verkauft.“

Ferienkalender nur durch späte Ostern getrübt
Positiv ist der Kalender: Die weihnachtlichen Anreisetage am 22. und 29. Dezember sind ideal. Zudem kollidieren die holländischen Krokusferien in der zweite Februarhälfte nicht mit den Ferien in Bayern und Baden Württemberg im März. An den späten Ostern (21./22. April) wird es aber Einbußen geben. A. Moser

Andreas Moser
Andreas Moser

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