25.10.2018 14:16 |

Skelettfund in Pompeji

Frauen und Kinder auf Flucht vor Asche gestorben

In der antiken Stadt Pompeji haben Archäologen erneut einen bedeutenden Fund gemacht. In der Ausgrabungsstätte südlich von Neapel wurden Skelette und Knochenreste von fünf Menschen gefunden, wie der Direktor Massimo Osanna der italienischen Nachrichtenagentur ANSA sagte.

Es handle sich höchstwahrscheinlich um die Überreste von zwei Frauen und drei Kindern, die vor dem Vulkanausbruch vergeblich Schutz in einem Schlafzimmer gesucht haben. Neben den Knochen wurde demnach auch ein Teil von einem Bett oder einem Sofa gefunden.

Die Knochen wurden in dem gleichen Haus gefunden, in dem vergangene Woche eine neue Inschrift entdeckt wurde, die belegen soll, dass der Vesuv zwei Monate später als bisher angenommen Pompeji verschüttete. Das Ausbruchsdatum könnte nun statt dem 24. August 79 nach Christus der 24. Oktober 79 sein. Im Mai hatte man unweit von Pompeji den Abdruck eines Pferdes (Bild unten) entdeckt.

Osanna sprach von einem wichtigen Fund, der weiteren Aufschluss über den fatalen Ausbruch geben könnte. „Die Asche fiel schon seit 18 langen Stunden auf Pompeji“, rekonstruierte Osanna. Lavabrocken seien schon überall eingedrungen, „haben die Dächer einstürzen lassen, die Straßen ausgefüllt“. Eine Flucht könnte da nicht mehr möglich gewesen sein. Das Möbelstück hätten die Frauen vielleicht vor die Tür gestellt, um die Wucht der Asche zu stoppen. Vergeblich. Sie starben.

Pompeji zieht Jahr für Jahr Millionen Touristen an
Die Stadt war 79 nach Christus bei einem massiven Vulkanausbruch verschüttet worden, der Großteil der 20.000 Bewohner starb unter einer Schicht aus Lava, Schlamm und Asche. Erst im 18. Jahrhundert wurden Spuren der vergessenen Stadt entdeckt - und zahlreiche gut erhaltene Leichen, noch in der Position, in der sie beim Vesuv-Ausbruch um ihr Leben gerungen hatten. Die Stätte zieht Jahr für Jahr Millionen von Touristen an.

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