Pop-up-Experiences

Trend: Fake-Wohnungen für perfektes Instagram-Foto

Jeder Teenager möchte, so scheint es, aktuell ein Influencer sein. Und alle wollen die schönsten Bilder im Netz. Mittlerweile geht der Hype um das beste Foto so weit, dass bereits „Pop-up-Experiences“ angeboten werden. Das sind eigens für Instagramer eingerichtete Wohnungen, bei denen besonders darauf geachtet wird, eine perfekte Kulisse für Selfies zu kreieren. 

Wohnungen und Fabrikshallen werden dazu möglichst extravagant eingerichtet. In den USA gibt es sogar Immobilien, die wirklich nur als Kulisse für Instagramer dienen und ganzjährig geöffnet haben. Dabei zahlen nicht nur Blogger und Instagramer Eintritt, sondern diverse Einrichtungshäuser auch dafür, mit ihren Produkten positioniert zu werden. 

Eine Werbeagentur hat sich sogar komplett auf Influencer-Marketing spezialisiert und ein Appartement nur für Smartphone-Shootings hergerichtet. Hier findet sich alles, was das Hipster-Herz begehrt: Messing-Leuchten, Samtsofas, Backsteinwände und mehr. Ein perfektes Setting, um sich in Szene zu setzen. Das sich dieses Geschäft offenbar rentieren muss, zeigt sich an der Miete. Das Penthouse kostet das Team von „Village Marketing“ pro Monat angeblich 15.000 US-Dollar, entsprechend enorm muss der Umsatz sein.

Mittlerweile gibt es solche „Experiences“ auch in Deutschland. Im „Supercandy-Pop-up-Museum finden sich auf über 100 Quadratmetern insgesamt 20 begehbare Installationen, die zum Fotografieren ermuntern sollen.

In Wien erinnert das „Museum der Illusionen“ daran. Auch hier sind skurrile Bilder heiß begehrt.

Entsprechend ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis man sich auch in Wien für gewisse Stunden in ein solches Instagramer-Paradies einmieten kann. 

Oktober 2018

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Julia Ichner
Julia Ichner
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