Do, 15. November 2018

Transparenz gefordert

21.10.2018 07:50

Magistrat Klagenfurt: Ärger mit den Zulagen!

Mit 1800 Mitarbeitern zählt der Magistrat zu den größten Arbeitgebern im Land. Wegen vieler Krankenstände und eines aufgedeckten Betrugsfalls sind jetzt strengere Auflagen in Ausarbeitung. Auch das Entlohnungssystem mit seinen Zulagen wird überarbeitet, denn gleiche Arbeit wird nicht immer gleich bezahlt.

Ein Auslöser für die öffentliche Debatte war der Fall eines (Ex-)Mitarbeiters: Er hatte in drei Jahren Hunderte Krankenstandstage angesammelt, teilweise hatte er dafür den Befund seines Arztes gefälscht (die „Krone“ berichtete).

Daher werden jetzt weitere Krankheitsfälle untersucht, da es gerade bei unkündbaren Mitarbeitern zu einer Anhäufung kommt. In drei Wochen soll ein Ergebnis vorliegen. „Da geht es natürlich nicht um schwere Krankheitsfälle und Schicksalsschläge. Damit gehen wir ja sehr sozial um und bieten eine Zusage zur Wiedereinstellung“, betont Personalreferent Jürgen Pfeiler.

Die ÖVP ist dennoch um den Ruf des Magistrates besorgt. „Es darf jetzt nicht der Eindruck entstehen, dass alle Mitarbeiter nicht in Ordnung sind. 95 Prozent leisten hervorragende Arbeit“, betont Stadtrat Markus Geiger, wobei auch er bei Missbrauch keine Gnade walten lassen will. „Fehlverhalten soll natürlich aufgezeigt werden – und da soll es auch harte Konsequenzen geben.“

Aus Sicht der ÖVP brauche es aber noch tiefgreifendere Maßnahmen im Personalbereich. „Wir brauchen einen Stellenplan, der jede Aufgabe genau definiert“, sagt Geiger. Auch das Zulagensystem müsse überdacht werden: „Immer wieder lassen sich Mitarbeiter in eine andere Abteilung versetzen, wo sie weniger Aufgaben übernehmen, aber die gleiche Zulage kassieren. Das regt andere Mitarbeiter auf, die bei gleicher Arbeit weniger verdienen“, sagt Gemeinderat Sigi Wiggisser.

Laut Personalreferent Pfeiler sei diese umfassende Reform bereits beschlossene Sache und werde nächstes Jahr in Angriff genommen. „Sobald wir das Budget für 2019 haben, können wir es angehen.“ Insbesondere gehe es darum, Jobs langfristig zu sichern und die Vergabe transparent zu machen. „Dann darf es keine Rolle mehr spielen, ob man wen kennt oder nicht.“

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf

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