Skurriler Job

Wünschelrutengeher - Aberglaube oder Tatsache?

Wünschelrutengehen ist nach wie vor eine umstrittene Profession. Skeptiker stoßen sich an der Tatsache, dass Radiästhesie - Strahlenfühligkeit - wissenschaftlich nicht nachweisbar ist. Vertreter davon sehe darin kein Problem. „Vor Urzeiten gab es noch gar keinen wissenschaftlichen Beweis und trotzdem war alles da und hat wunderbar funktioniert“, bekräftigt Rosa Schwarzl, Präsidentin des österreichischen Verbandes für Radiästhesie und Geobiologie, im Gespräch mit City4U.

„Radiästhesie bedeutet Strahlenfühligkeit. Radiästheten versuchen die Ortsqualität zu erkennen und die Wirkung der Strahlen auf verschiedene Organismen mit der Situierung der Aufenthaltsorte so zu gestalten, dass es bekömmlich ist“, erklärt Rosa Schwarzl. Das Erdmagnetfeld wird durch Wasseradern, Erzvorkommen, Mineralien, Gase, wie zum Beispiel Radon, beeinflusst. Der Rutengeher hat gelernt diese Unterschiede zu spüren, zu deuten und daraus Schlüsse zu ziehen.

Rosa Schwarzl hat einmal durch Zufall eine Wünschelrute in die Hand bekommen: „Da habe ich festgestellt, dass es treffsicher funktionierte. Es hat sich vieles bestätigt, was ich schon mein ganzes Leben ohne diese Werkzeuge nur mit meinem Körper gemacht habe.“ Denn die Wünschelrute, Pendel oder Tensor sind nur Anzeiger. Das eigentliche Instrument ist der menschliche Körper mit all seinen Sinnen. Schwarzl wird für die Suche und das Finden von gutem Trinkwasser für den Bau von Brunnen sowie die geomantische Arbeit mit Kraftplätzen wie Kirchen, altgenutzte Plätze und besondere Orte in der Natur als Energietankstelle für die Umgebung engagiert, ebenso wie wenn Menschen, Tiere oder Pflanzen den für sich passenden Hauptaufenthaltsort lokalisieren wollen. Denn laut der Radiästhesie können Wasseradern und andere Strahlen das Wohlbefinden in der Wohnung einschränken.

„Es geht um Raum Energetik. Sie einrichtungstechnisch so zu gestalten, dass sich Bewohner darin wohl fühlen und die Räume wieder Zufriedenheit und Erholung bringen. Wir finden heraus, wo der beste Schlafplatz liegt, ein passender Platz für Stallungen oder den ganzen Hausbau“, beschreibt die Verbandspräsidentin. Doch wie funktioniert Radiästhesie? „Es ist wohl ein Zusammenspiel vieler unbewusster Wahrnehmungen auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene. Diese zuzulassen und nicht alles hirn- und erfahrungstechnisch anzugehen, ist der Erfolg auf diesem Gebiet.“

Laut Schwarzl kann jeder Mensch mit etwas gutem Willen das Wünschelrutengehen erlernen: „Es ist eine angeborene Fähigkeit, die zu einer nutzbringenden Fertigkeit geschult werden kann.“ Die größte Herausforderung wäre, im Kopf frei zu bleiben und keine vorgefasste Meinung zu einer Sache zu haben. „Alles ist möglich und nix ist fix“, betont Schwarzl. Die 59-Jährige glaubt auch, dass es möglich ist, mit einer Rute oder ähnlichem Werkzeug vermisste Personen aufspüren zu können. „Jedes Wesen hinterlässt einen energetischen Fußabdruck überall wo sie jemals waren. Die Kunst ist es nicht diese zu finden, sondern den momentanen Aufenthaltsort.“

Dass Wissenschaftler die Kunst der Radiästhesie belächeln beziehungsweise bestreiten, sowie auch die Existenz von Wasseradern, weil sie nicht messbar sind, stellt für Schwarzl kein Problem dar: „Die Schöpfung ist sehr individuell auf alle Wesen abgestimmt. Es ist für alles das Passende vorhanden, ob der Mensch dahinter ein für sich schlüssiges Regelwerk erkennt, war für das Gelingen der Schöpfung bis heute unerheblich“, sagt sie und fügt zum Abschluss hinzu: „Da fällt mir noch ein Spruch ein: Alle Wissenschaftler der Welt können keine Ameise (stellvertretende für all die wunderbaren Wesen in der Schöpfung) erschaffen, aber jeder kann eine Ameise zertreten.“

Oktober 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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