18.10.2018 09:00 |

Für Preis nominiert

Sepp Eisl: Der Biobauer und die Göttin

Es gibt ein erfolgreiches Leben nach der Politik und der beste Beweis dafür ist Sepp Eisl. Unter Franz Schausberger dynamischer Agrar-Landesrat, jetzt wieder nur Bio-Bauer. Der Aberseer wurde für die größte Auszeichnung in der Landwirtschaft im deutschsprachigen Raum nominiert: Bio-Landwirt des Jahres 2018.

Nervosität kennt Sepp Eisl nicht, so war es auch in der Politik (wo sich Eisl übrigens für die Verkabelung der neuen Stromleitung durch Salzburg sehr stark gemacht hat): Die Erdung in seinem landwirtschaftlichen Unternehmen gibt ihm ungeheure Kraft. Seit mehr als 30 Jahren führt er seinen Betrieb für Milchschafe, sein Seegut ist weitum bekannt, das Eisl-Eis in der Getreidegasse viel begehrt.

Und heute, Donnerstag Abend, wird in der „Gala-Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin der begehrte Ceres- Award verliehen. Es handelt sich um die höchste landwirtschaftliche Auszeichnung im deutschsprachigen Raum. In zehn Einzel-Kategorien wird ein Sieger ausgelobt. 180 Bauern haben sich beworben.

Sepp Eisl tritt in der Kategorie „Bio-Landwirt“ an, er ist einer der drei Finalisten. Die Teams für die Jury waren  in mehreren Ländern Europas unterwegs, um die Finalisten auf ihren Höfen zu beurteilen. Entscheidend dabei sind beste wirtschaftliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Mut, Ideenreichtum und Verantwortungsbewusstsein für Familie, Betrieb, Tier, Natur und Gesellschaft. Aus Österreich ist noch Tobias Ilg aus Vorarlberg als „Energie-Landwirt“ nominiert.

Die Familie Eisl lebt in einem mehr als 500 Jahre bestehenden „Erbhof“ direkt am Wolfgangsee. Der Sepp und seine Christine produzieren hier ihre mehrfach ausgezeichneten Schafmilch-Spezialitäten, die in der Spitzen-Gastronomie sowie im ausgewählten Handel angeboten werden. 2017 wagte sich Sepp Eisl in eine neue Sparte und eröffnete in der Altstadt den ersten Bio-Schafmilch-Eis-Salon von Österreich.  Die Verwendung von Ökostrom und Energie aus dem eigenen Biomasse-Heizwerk ist selbstverständlich, die Verpackungen müssen biologisch abbaubar oder wieder verwertbar  sein.

Eisl möchte jungen Nachfolgern auf den Höfen Mut machen: „Man kann mit einem landwirtschaftlichen Betrieb viele Chancen erreichen, wenn man selbst die Initiative ergreift“ sagte er der „Krone.“

Der Award ist nach der römischen Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit benannt: Ceres hatte mit Jupiter zwei Kinder.

Auf seine reiche Nachkommenschaft stützt sich  Biobauer Eisl, denn nur im Familienverband können die Bauern heutzutage bestehen. Eisl-Produkte gibt es auch rund um die Uhr in einem eigenen Automaten auf dem Seegut  in Abersee.

Die „Krone“ wird über den Ausgang der Wahl berichten.

Hans Peter Hasenöhrl

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