Pendler genervt:

100-Millionen-Tunnel gegen Chaos

Stehen im Stau, wohnen am Stau - vor den Toren von Wien ein alltägliches Bild. Besonders leiden Autofahrer und Anrainer in Wiener Neudorf bei Mödling. Blechkolonnen schieben sich auf der B 17 mitten durch den Ort. Seit Jahrzehnten wird über einen Tunnel unter der Bundesstraße gesprochen - Kosten: 100 Millionen Euro!

Der tägliche Stau in Wiener Neudorf ist lange schon ein Ärgernis für die Bevölkerung und die Pendler. „Derzeit sind der Grund für die langen Autokolonnen Sanierungsarbeiten und der Bau neuer Radwege“, berichtet Christian Wöhrleiter, Vorsitzer der örtlichen SP-Fraktion. Dass Baustellen mitunter sein müssen, stehe außer Frage, die Opposition ortet jedoch eine „mangelhafte Koordination“ der Maßnahmen. VP-Bürgermeister Herbert Janschka weist diese Vorwürfe strikt zurück: „Alle Planungen sind professionell erfolgt.“

Eine spürbare Entlastung vom Autoverkehr könnte die Untertunnelung des Ortszentrums bedeuten. Das heißt, die Pendlerströme in Richtung Wien würden von der B 17 unter die Erde geleitet, erst auf Höhe der Südstadt kämen sie wieder ans Tageslicht. Dieses Vorhaben betreibt Janschka bereits seit Jahrzehnten. Lange wurde der dafür belächelt: „Technisch nicht machbar und außerdem unfinanzierbar, eine Utopie“, lauteten einst die Gegenargumente.

Mittlerweile macht man sich allerdings auch in der Landesregierung ernsthafte Gedanken darüber. Mit der Gemeinde wurde eine sogenannte Vorprojektstudie finanziert - die „Krone“ berichtete. Die Ausgangslage wurde genau analysiert: Derzeit rollen pro Tag mehr als 20.000 Fahrzeuge auf der B 17 durch Wiener Neudorf, dazu kommen noch 180.000 auf der Südautobahn.

Die Vorstudie ist nahezu abgeschlossen. Samt ersten Kostenschätzungen für den Tunnel unter der Bundesstraße: 100 Millionen Euro. Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko dazu: „Da muss der Bund mit ins Boot.“

Kronen Zeitung

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