Di, 13. November 2018

Überfall auf Terrasse

17.10.2018 00:01

Seniorin: „Räuber war schon zum zweiten Mal da!“

Den Schock haben Ernestine (87) und Walter H. (89) aus Salzburg-Aigen noch nicht ganz überwunden: Ein Unbekannter war am Montagnachmittag auf ihr Anwesen eingedrungen und zog der auf der Terrasse in der Sonne dösenden Frau brutal drei wertvolle Geschmeide, darunter ihren Ehering, vom Finger. Das Opfer wehrte sich und schrie um Hilfe, der Mann flüchtete samt Beute. Das Ehepaar ist sich sicher: „Der Räuber war schon zum zweiten Mal da.“

Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad: Das nutzten Ernestine und ihr Mann Walter, ein pensionierter Mediziner, am Montag für ein Nickerchen. Während es sich die Frau auf der Terrasse auf einem Liegestuhl gemütlich gemacht hatte, döste ihr Mann am Balkon im ersten Stock. Gegen 15.30 Uhr wurde Walter H. schließlich durch die Hilferufe seiner Frau wach. „Ich habe den Mann Richtung Rennbahnstraße weglaufen gesehen und bin sofort zu meiner Frau hinunter“, schildert er. Sie hatte beim Angriff eine blutende Wunde an den Fingern erlitten.

„Nirgends kann man sich sicher fühlen“
„Nirgends kann man sich sicher fühlen. Ich glaube, dass es derselbe Mann war, der vor schon drei Wochen bei uns ins Haus gekommen ist.“ Der Unbekannte wusste offenbar, wie die Gartentür zu öffnen ist. „Damals war die Geldbörse vom Wohnzimmertisch verschwunden. Scheine waren keine drin, aber die ganzen Ausweise und Karten. Die haben wir erst vor wenigen Tagen neu ausgestellt bekommen“, erzählt Walter H.

Beide Male dürfte der Unbekannte über die Gartentür und die Garage ins Haus gelangt sein. „Das Gartentürl haben wir jetzt mit einem Schloss gesichert“, so Walter H. Beim Täter soll es sich um einen ca. 20 Jahren alten, 1,70 Meter großen Mann mit dunkler Haut und kurzen dunklen Haaren handeln. Er soll kein Inländer sein. „Er hat bei dem Raub kein Wort gesagt“, so Polizeisprecherin Nina Laubichler. Somit konnte das Opfer nicht erkennen, woher der Mann stammt.

Besonders der Diebstahl des Eherings belastet Ernestine H. Aber auch an die anderen beiden Schmuckstücke, zwei Ringe mit Brillanten und Saphiren, hat sie schöne Erinnerungen. Die Polizei hofft, dass die wertvollen Ringe eventuell auf dem Schwarzmarkt auftauchen. Im Haus selbst machte der Unbekannte diesmal keine Beute. Die Ermittler setzen nun auf Hinweise von Nachbarn - der Mann hatte ja am helllichten Tag zugeschlagen - und auf die Spurensicherung.

Manuela Kappes
Manuela Kappes

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