Mi, 14. November 2018

Gutachten liegt vor

16.10.2018 06:07

Falsche Tabletten waren für Patientin tödlich

Im Fall jener 71-Jährigen, die im September in einem Grazer Pflegeheim unter vorerst unklaren Umständen starb (mehr dazu hier), wird gegen die diensthabende Krankenschwester ermittelt. Denn mittlerweile liegt das toxikologische Gutachten vor. Demzufolge starb die Patientin, weil ihr die falschen Medikamente verabreicht worden waren.

Dass die chronisch lungenkranke Patientin - ihr musste rund um die Uhr Sauerstoff verabreicht werden - die falschen Medikamente bekam, wurde nie in Abrede gestellt. Versehentlich bekam sie die Tabletten einer Frau mit denselben Namensinitialen. Am 22. September verstarb die 71-Jährige, drei Tage danach lag das Obduktionsergebnis vor.

Vermutung bestätigt
Damit stand fest, dass die Steirerin an einem Herzversagen gestorben war. Dass die falschen Medikamente der Auslöser waren, konnte man vorerst nur vermuten. In einem solchen Fall kann nur eine toxikologische Ursache Klarheit bringen, und diese liegt mittlerweile vor.

Anzeige für Krankenschwester?
Die Vermutung hat sich bestätigt, die Verabreichung der falschen Medikamente hatte fatale Folgen. Somit muss nun gegen die damals diensthabende Schwester erhoben werden. Noch in dieser Woche wird die Frau erstmals befragt. Sie arbeitet schon seit vielen Jahren im Pflegeheim und macht sich klarerweise die schwersten Vorwürfe. Die Ermittlungen müssen auch klären, ob möglicherweise weitere Personen in die Tablettenverwechslung verwickelt sind. Die Krankenschwester muss mit einer Anzeige wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang rechnen.

Manfred Niederl
Manfred Niederl

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