Sa, 20. Oktober 2018

Deutsche Experten

13.10.2018 06:00

Strengere Kontrollen für steirische Schlachthöfe

Immer wieder nehmen Tierschützer große steirische Schlachtbetriebe ins Visier. Ab November führt ein deutsches Institut - unangekündigt - genaue Überprüfungen durch. Insgesamt wirken Kontrollen und Strafen laut Landesrat Christopher Drexler abschreckend, Anzeigen und Verstöße würden seit 2015 zurückgehen.

Der Fall eines ausländischen Schweinetransporters, dessen Fahrer kurz vor einem steirischen Schlachthof eine Übernachtungspause eingelegt hatte, sorgte im Sommer für Aufsehen. Grüne und KPÖ stellten Anfragen an den zuständigen VP-Landesrat Drexler, die Antworten liegen jetzt vor.

Kontrollen und Strafen wirken
So wurden im Vorjahr exakt 233 Tiertransport- und sieben Tierschutzverstöße im Rahmen der Schlachtung festgestellt, die Tendenz ist leicht sinkend. Die Vermutung: „Durch die durchgeführten Kontrollen und verhängten Strafen (für Tiertransporte 62.000 Euro in den vergangenen fünf Jahren, Anm.) konnte eine bessere Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften erzielt werden.“

Neben den laufenden Kontrollen der Amtstierärzte wird zudem in Kürze das deutsche Institut „bsi Schwarzenbek“ 13 große steirische Schlachthöfe im Detail prüfen und das Personal bei Bedarf schulen.

Warten auf Antwort aus Wien
Und der Übernachtungsfall im Sommer? Verletzungen bei den Tieren wurden damals keine festgestellt. Ob diese Praxis mit EU- und Österreich-Recht in Einklang steht, da wartet man im Drexler-Büro noch auf eine Antwort des Gesundheitsministeriums.

Jakob Traby
Jakob Traby

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