08.10.2018 07:01 |

„Es ist schrecklich“

20 Menschen sterben bei Unfall mit Stretch-Limo

Es ist der schwerste Verkehrsunfall in den USA seit Jahren: Eine sogenannte Stretch-Limo - eine auf mehrere Meter verlängerte Luxuslimousine - ist nach Behördenangaben vom Sonntag im Bundesstaat New York mit einem anderen Auto zusammengestoßen und dann in eine Gruppe von Passanten vor einem Ladengeschäft gerast. Augenzeugen berichteten von einem Bild des Schreckens. Das Fahrzeug war auf dem Weg zu einer Überraschungsparty gewesen. In der Limousine saßen vier Schwestern und ihre Freunde - es sollte der 30. Geburtstag der jüngsten Schwester gefeiert werden.

Die Polizei teilte am Sonntagnachmittag mit, es seien alle 18 Insassen ums Leben gekommen, darunter auch der Fahrer. Zudem seien zwei Fußgänger am Unfallort bei Schoharie tödlich verletzt worden, berichtete ein Polizeisprecher der New York State Police. Bei allen Opfern handelt es sich demnach um Erwachsene. Es sei der schwerste Verkehrsunfall in den USA seit fast zehn Jahren.

Der Unfall ereignete sich bereits am Samstag - in dem Ausflugsort etwa 270 Kilometer nördlich der US-Metropole New York. Nach Angaben der Polizei überfuhr die Limousine eine Straßenkreuzung und prallte auf einen geparkten, unbesetzten SUV. Der Unfall passierte vor einem Kaffeehaus, zu dem auch ein Laden gehört.

Schwestern planten Überraschungsparty
Erste Berichte, wonach die Insassen der Limousine auf dem Weg zu einer Hochzeit waren, bestätigten sich nicht. Angehörige der Opfer teilten inzwischen mit, das Fahrzeug sei auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier gewesen. In der Limousine saßen demnach vier Schwestern und ihre Freunde - es sollte der 30. Geburtstag der jüngsten Schwester gefeiert werden.

„Limo gebucht, damit sie nicht selbst fahren müssen“
„Sie haben das Vernünftigste getan und eine Limo gebucht, damit sie nicht selbst fahren müssen“, sagte eine Tante der Schwestern, Barbara Douglas, vor Journalisten. Drei der Schwestern seien mit ihren Ehemännern im Auto gewesen. Die Kinder der Paare seien daheim geblieben.

„Auto war mit geschätzten hundert Stundenkilometern unterwegs“
Der Parkplatz vor dem Café, vor dem der Unfall passierte, sei voller Menschen und geparkter Autos gewesen, hieß es. Die Managerin des Cafés, zu dem auch ein Geschäft gehört, Jessica Kirby, sagte, das Auto sei mit geschätzten hundert Stundenkilometern eine abschüssige Straße heruntergerast und dann verunglückt. „Die Szene will ich gar nicht beschreiben“, sagte Kirby. „Das ist nichts, woran man denken will.“ Das Geschäft sprach in einer Botschaft auf Facebook von einem „grauenhaften Unfall“.

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