Mo, 10. Dezember 2018

Bergbahnen luden ein

06.10.2018 23:53

Große Übung: 100 Statisten von Lift abgeseilt

Was wäre, wenn es in Salzburg ein Blackout geben würde und 100 Personen auf drei Liften festsitzen? In Wagrain zeigten die Bergbahnen, Bergrettung, Feuerwehr, Polizei, das Rote Kreuz und Heli Austria, wie man solch ein Szenario meistern würde.

„Mach bitte alles gut fest“, sagt Andrea, die im Winter Begleiterin in der Verbindungsbahn G-Link ist, zum Bergretter, der gerade die Gurte vorbereitet, um sie sachte vom Sessellift abzuseilen. Schnell ist sie gesichert, dann geht es einige Meter in die Tiefe, wo sie von weiteren Rettern in Empfang genommen wird. Mut war gefragt, beim Runterrutschen vom Sitz. „Ja, das war schon ein bisserl eine Überwindung“, gibt Andrea zu. Sie war eine von insgesamt 100 Statisten, die am Samstag in Wagrain auf dem Grafenbergexpress 1 und 2 sowie dem Sonntagskogel für den Übungszweck festsaßen.

„Die Annahme ist ein Blackout in Salzburg. Im gesamten Bundesland gibt es keinen Strom. 45 Anlagen stehen bei uns still, bei drei geht der Notstrom nicht“, erklärt Snow Space Salzburg-Vorstand Wolfgang Hettegger das Szenario, an dem zwei Monate gearbeitet wurde. Eine besondere Übung, denn so groß wird selten geprobt. Die Bergbahnen-Mitarbeiter als Statisten und als Bergetrupps, die Bergrettungen Flachau, Wagrain, St. Johann und Altenmarkt, die Feuerwehren Flachau, Eben, Altenmarkt, Wagrain, St. Johann, der Löschzug aus Reitdorf, das Rote Kreuz und die Alpinpolizei waren dabei. Das Team um Heli Austria-Chef Roy Knaus flog die Helfer zu den „Eingeschlossenen“.

„Es ist alles gut gelaufen. Der erste Trupp hatte nach nur einer Stunde 30 Personen befreit“, war Einsatzleiter Harald Pfeifenberger zufrieden. „Es war sehr aufschlussreich“, resümierte Ernst Brandstätter, Snow Space-Vorstand, der ergänzt: „Man darf aber nicht vergessen, dass wir heute optimale Bedingungen hatten. Im Winter, bei Kälte und Schnee, würden weitere Herausforderungen auf uns zu kommen.“ Iris Wind

Iris Wind
Iris Wind

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