Möchtegern oder Profi?

Scharfe Girls & lange Nächte: Gründe, DJ zu werden

„Heutzutage ist doch schon jeder zweite Typ DJ“: Diesen Gedanken haben ganz sicherlich die DJs, die das lesen, schon zig Mal gehabt. Verständlich. Es ist auch so, dass es „DJs“ bereits wie Sand am Meer gibt - doch Wien hat kein Meer. Wohin also mit den ganzen DJs? Wer ist wirklich DJ? Wieso werden viele Pseudo-DJs und wieso haben die wahren DJs diese Berufung gewählt? City4U sagt es euch:

# Party als Job

„Boah, geil. Als DJ kann man jeden Tag feiern!“ Das sind die Gedanken der kleinen Bubis, während sie beschließen, Pseudo-DJ zu werden. Klar, die Party ist der Job - beziehungsweise eher, die Party anzuheizen und zu leiten - aber das kann SO anstrengend sein! Man darf nie zeigen, dass man müde ist - egal, was gerade im Leben passiert, man muss der Partymacher sein. Und vor allem: Man kommt als erster und geht als letzter. Da gibt es keine Ausnahme. Wer als DJ werden will, um immer nur zu feiern, der sollte sich das vielleicht noch einmal überlegen.

# Heiße Girls: Alle wollen den DJ

Ein weiterer Grund, DJ werden zu wollen, ist sicher der Beliebtheitsfaktor. Ladies finden den DJ immer super cool, es ist toll, VIP zu sein und es wird gebraten, was das Zeug hält? In der Realtität sieht das aber eigentlich so aus: Der DJ, der eigentlich gerade ARBEITEN möchte und in den meisten Fällen eine liebe Freundin oder Frau zuhause hat, die oft nicht mitkann, weil sie einen anderen Beruf hat, ist TODES genervt von Mädels, die ihm am A.. picken, weil sie gratis Getränke wollen oder cool hinterm Pult stehen. Nebenbei würde sich der DJ vielleicht auch gerne mal bewegen und wenn hinter dem DJ Pult 15 Frauen versuchen, cool zu sein oder mit dem DJ gesehen zu werden, ist das nicht so chillig. Als DJ muss man aber natürlich immer freundlich sein, was irgendwann dann auch anstrengend wird.

# Gratis Trinken die ganze Nacht

Schon oft habt ihr gesehen, wie die Spirituosen Flaschen beim DJ Pult stehen und er kräftig an Freunde ausschenkt. Allerdings ist das nicht immer so „leiwand“, wie es aussieht. Bei jeder Party kommt es auf den Veranstalter oder den Clubbesitzer an, wie gut der DJ behandelt wird. Durch die immense Masse an „DJs“ gibt es ein wahres Preis-Dumping und sicherlich den einen oder anderen „Möchtegern“, der für ein Flascherl Vodka die halbe Nacht auflegt. Tja, wer dann durch die Finger schaut, ist der DJ, der den Job hauptberuflich ausübt, jahrelang seine Sounds verbessert hat und hart an seinen Sets arbeitet - denn für ein Flascherl Vodka kann er nicht auflegen. Zumindest nicht, wenn die Rechnungen, Miete und Lebenskosten nicht mit Monopolyscheinen bezahlt werden können. Außerdem: Habt ihr schon einmal die ganze Nacht getrunken und konntet noch gerade stehen? DJs müssen ihren Konsum zumindest soweit in Grenzen halten, dass sie nicht auf dem Pult liegen, umfallen oder ins Mikro lallen - dass hier nicht bis zum Umfallen ausgelassen getrunken werden kann, erklärt sich von selbst.

# Viel Geld für wenig Arbeit

Ein paar Lieder herunterladen und nacheinander irgendwie abspielen. Genau so läuft es eben nicht. Wer denkt, DJ sein wäre wenig Arbeit, der hat sich wohl geschnitten. Klar, kann man sich sicherlich mit einigen Hilfsmitteln, Programmen etc die Arbeit erleichtern, aber ein DJ muss sich Gedanken um Musikrechte, Verwendung, Übergänge und vieles mehr machen. Außerdem gilt es für eine gute Party, das ein oder andere Set vorzubereiten, das die Menge richtig abfeiern lässt. Viele DJs produzieren auch selbst Sounds, Songs und Remixes - das ist weitaus mehr, als einfach in einem Programm ein paar Klicks zu machen. Wer wirklich professionell etwas aufziehen will, der sitzt nicht nur Stunden sondern Wochen an einem Song oder Remix. Jeder Ton ist hart erarbeitet - DJs machen sich Gedanken, wo welcher Ton am besten platziert wird - sie denken sich in Partygeher hinein und versuchen, das Bestmögliche aus Tönen herauszuholen. Eine CD einlegen und auf Play drücken kann jeder Pseudo-DJ. Dass DJs nicht in Massen verdienen, haben wir ja auch schon im vorigen Punkt gehört - das Preis-Dumping ist hier eine wahre Qual.

Der Irrglaube, dass das Leben als DJ so leicht, geil und super toll ist, ist leider zu weit verbreitet. Wer wirklich DJ werden möchte, der sollte eine Leidenschaft dafür aufbringen. Natürlich kann man auch hobbymäßig DJ sein - jedoch sollte man die Ehrfurcht vor diesem Können niemals ablegen.

Oktober 2018

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Vanessa Licht
Vanessa Licht

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