Palfraders Pläne

Kulturfördergesetz entstauben, neuer “Grünmandl”-Preis

Tirol
31.12.2009 09:33
Viel vor hat Kultur-Landesrätin Beate Palfrader im kommenden Jahr. So wird im März anlässlich des 10. Todestages von Otto Grünmandl erstmals der gleichnamige, mit 5.000 Euro dotierte, Literaturpreis verliehen. Geändert werden auch die Kulturförderrichtlinien aus dem Jahre 1979, außerdem werden neue Kulturbeiräte geschaffen.

Das Sparpaket für 2010 geht auch am Kulturbudget nicht spurlos vorüber, der Bereich Kunst, Kultur und Kultus sinkt im ordentlichen Haushalt von 85 auf 75 Millionen Euro. "Die Kürzungen führen aber zu keinem Substanzverlust", verspricht Palfrader im "Krone"-Gespräch und verweist darauf, dass das Kulturbudget seit 1990 von 23 Millionen auf zuletzt 80 Millionen Euro gestiegen ist. "Tirol hat in Österreich die zweithöchste Pro-Kopf-Förderung für Künstler, es müsste keiner auswandern", so die Palfrader.

Auch 2010 hat die Tiroler Kulturlandesrätin viel vor. 2010 wird das Jahr der neuen Preise. Nachdem im Herbst zum 1. Mal der Volkskulturpreis verliehen wurde, folgt im März der Otto-Grünmandl-Literaturpreis. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird anlässlich des 10. Todestages des bekannten Tiroler Literaten erstmals verliehen. Ins Leben gerufen wird auch der Bildungs-Innovationspreis für die Erwachsenenbildung und das Büchereiwesen.

Beiräte für Film & Design
Novelliert wird auch das Kulturfördergesetz aus dem Jahr 1979. "In den letzten 30 Jahren hat sich im Bereich der Kultur viel getan, entsprechend werden wir auch die Förderrichtlinien ändern. Bisher wurden alle Bereiche nach dem selben Schema gefördert – das wird sich ändern", sagt Palfrader. Gleichzeitig werden auch neue Kulturbeiräte für neue Medien (Film) oder Design ins Leben gerufen.

Aufwerten will die die Landesrätin auch das Ferdinandeum – es soll sich als "Haus der Kunst" etablieren. "Aus diesem Grund werden wir die 'Klocker-Stiftung', die Hunderte Werke umfasst, in das Ferdinandeum integrieren. Von den notwendigen Umbaukosten trägt eine Million Euro die Stiftung und 400.000 Euro das Land", erklärt Palfrader, die derzeit auch noch auf der Suche nach einem 7.000 Quadratmeter großen Zentraldepot für die Kunstwerke des Landes und der Museen ist. Derzeit sind mehrere Depots in der ganzen Stadt verstreut...

von Markus Gassler, Tiroler Krone 

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