Parolen und Kleber

Haider-Denkmal von Unbekannten verunstaltet

Österreich
31.12.2009 09:36
Aufregung um die Jörg-Haider-Gedenkausstellung im Klagenfurter Bergbaumuseum: Das vor wenigen Wochen vor dem Eingangstor enthüllte Denkmal für den verstorbenen Landeshauptmann ist beschmiert und verunstaltet worden. Die Täter sollen nun ausgeforscht werden.

Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten Unbekannte bereits in der Nacht zum Mittwoch mit gelbem Lack antifaschistische Parolen auf den Granit gesprüht und den Stein mit Klebern verunstaltet. Nach ersten Schätzungen beträgt der materielle Schaden an die 4.000 Euro. Das Landesamt für Verfassungsschutz ermittelt.

Der Granitblock war von Geschäftsleuten in Auftrag gegeben worden. Ob die Skulptur ihren derzeitigen Standort dauerhaft behalten wird, ist derzeit noch nicht klar.

150 bei Festakt anlässlich der Einweihung
An die 150 Menschen waren Ende November zu dem Festakt anlässlich der Einweihung gekommen. Neben Haiders Nachfolger Gerhard Dörfler und Landesrat Harald Dobernig waren auch Claudia Haider, Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider sowie dessen Vor-Vorgänger Leopold Guggenberger zugegen. 

Dörfler würdigte in seiner Ansprache die Person Haiders und dessen politisches Wirken, anschließend wurde die mit Pressspanplatten abgedeckte Skulptur enthüllt. Sie steht unter dem Motto "Hand mit Hand fürs Heimatland" und besteht aus zwei Granitblöcken, die mit sich schüttelnden Händen verbunden sind, die das "Verbindende Haiders" symbolisieren sollen.

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