Fr, 19. Oktober 2018

Ehepaar gerettet

01.10.2018 16:05

Flugzeug verfängt sich in Seilrutsche

Ein unglaublicher Zwischenfall hat sich in Johannesburg in Südafrika abgespielt: Ein Leichtflugzeug geriet in das Kabel einer Seilrutsche und blieb dort - zum Glück der Insassen - hängen, anstatt auf den Boden zu krachen. Der Pilot und seine Ehefrau, beide in ihren 60ern, mussten dort stundenlang ausharren, ehe sie gerettet wurden.

100 Meter über felsigem Gelände fädelte sich das Flugzeug in das Kabel des Themenparks Sun City Resort ein. Der Pilot Peter und seine Frau Mary wurden durch die Schwerkraft in die Sitze gedrückt - mit dem Blick nach oben. Die beiden Verunglückten trauten sich nach dem Unfall nicht, sich zu rühren. Zu groß war die Angst durch eine unachtsame Bewegung einen Absturz des Flugzeugs auszulösen.

Rettung aus der Luft war nicht möglich
Zu allem Unglück brachten starke Böen das Flugzeug zum Schaukeln - ein Absturz schien also jederzeit möglich. Polizei, Rettung, Helfer aus dem Wildreservat und Einsatzkräfte des Mountain Club SA eilten den völlig verängstigsten Personen zu Hilfe. Ein Polizeihubschrauber stellte gleich zu Beginn fest, dass eine Rettung aus der Luft nicht möglich ist. Die Luftbewegung, die der Helikopter verursacht hätte, hätte vermutlich den instabilen Flieger vom Kabel geweht.

So wurde entschieden, dass man sich vom Kabel aus dem verunglückten Flugzeug nähert. Ein Helfer stieg hinab und sicherte erst das Wrack am Kabel. „Ich meldete mich freiwillig, um zu versuchen, sie rauszuholen. Ich sprach mit Peter über Funk und sagte ihm, dass ich runterkommen würde. die beiden sollten nicht in Panik geraten und völlig ruhig bleiben“, so der mutige Rob Thomas, der zu dem Paar hinabstieg.

Große Mutter unter dem Propeller hielt Flugzeug auf Kabel
„Ich hatte keine Ahnung, warum das Flugzeug nicht auf den Boden gefallen war. Aber als ich dort ankam, sah ich, dass das Kabel unter einer großen Mutter unter dem Propeller einfädelt war“, schilderte Thomas. Als er sich zur Passagierkabine abseilte, erkannte er, dass das Ehepaar noch immer angeschnallt war. „Sie lagen auf ihren Rücken wie in einer Position für einen Raketenstart“, so der Helfer.

Über einen Schlitten, der am Kabel befestigt war, konnten der Pilot und seine Ehefrau schließlich nach drei Stunden in der Luft aus dem Unglücksflugzeug gerettet werden. Von dort aus seilte sich der Helfer mit den beiden ab.

Ehepaar war auf Anti-Wilderer-Mission unterwegs
Auf der Seilbahn rutschen Gäste des Themenparks Sun City Resort mit Tempo 160 einen Berg hinunter. Der Pilot Peter war zum ersten Mal in dem Gebiet unterwegs - sie wollten von der Luft aus Wilderer auf der Jagd nach Nashörnern stoppen.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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