Do, 18. Oktober 2018

Bluttat in Absam

27.09.2018 17:12

Messerattacke vor Schule: Streit bereits in Klasse

Der Messerattacke eines 19-Jährigen am Dienstagabend vor einer Berufsschule in Absam in Tirol auf zwei 16-Jährige dürfte bereits ein Streit im Klassenzimmer vorausgegangen sein. Nach dem Unterricht hatte sich die aufgebaute Spannung zwischen den Burschen dann entladen, erklärt LKA-Ermittler Christoph Hundertpfund.

Zwischen dem 19-Jährigen und einem der beiden 16-Jährigen hatte sich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten ein Streit entwickelt. „Der 16-Jährige verhielt sich daraufhin passiv und versuchte den 19-Jährigen zu ignorieren, was diesen jedoch nur noch mehr in Rage versetzte“, schildert Hundertpfund. Nähere Details zu dem Streit und worum es dabei ging, wollte der Ermittler nicht nennen. Dies sei eine Privatangelegenheit der Betroffenen.

Verdächtiger und Opfer auf „Weg der Besserung“
Der 19-Jährige hatte den beiden Jugendlichen einen Bruststich bzw. einen Stich in den Hals versetzt. Daraufhin wurde der 19-Jährige von Mitschülern überwältigt und ebenfalls verletzt. Die Verletzten wurden in die Innsbrucker Klinik bzw. in das Krankenhaus Hall eingeliefert. Der 19-Jährige erlitt einen Schädelbruch. Der 16-Jährige, dem in die Brust gestochen wurde, konnte mittlerweile von den Kriminalisten befragt werden. Doch auch die anderen beiden seien außer Lebensgefahr und „auf dem Weg der Besserung“, sagt Hundertpfund. Sie konnten jedoch noch nicht befragt werden.

Ermittlungen wegen Verdachts des versuchten Mordes
Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf. Bei dem Täter sowie einem Opfer handelte es sich laut Hundertpfund um Einheimische, bei dem zweiten Opfer um einen Briten.

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