27.09.2018 11:00 |

Öffi-Ausbau gefragt:

Mühlviertel bringt die meisten Pendler nach Linz

Der tägliche Stau nach Linz ist eine Qual für viele Pendler. Die meisten kommen aus dem Mühlviertel. Weil aber umgekehrt auch 30.000 aus Linz auspendeln und somit die Pendlerströme noch enger werden, fordert Bürgermeister Luger nun laut die Attraktivierung der Öffis.

108.000 Menschen pendeln nach Linz zur Arbeit. Etwa ein Drittel (exakt 36.210 Personen) legt dabei zwischen 20 und 39 Kilometer zurück, 16% zwischen 40 und 59 Kilometer, jeder Fünfte fährt mehr als 60 Kilometer.Den größten Teil stellt das Mühlviertel, gefolgt von Linz-Land. In neun Gemeinden fahren sogar mehr als die Hälfte aller erwerbstätigen Bewohner nach Linz zum Arbeiten. Konkret kommen 62% aller im Arbeitsleben stehenden Puchenauer nach Linz, was umgerechnet 1280 Pendler ausmacht. Auch Lichtenberg, Steyregg, Engerwitzdorf, Gramastetten, Altenberg, Luftenberg, Hellmonsödt und Leonding gehören zu den Top-Gemeinden.

Umstiegsmöglichkeiten zu unattraktiv
Obwohl die Entfernung Linz-Puchenau nicht weit ist, fahren von dort nur wenige mit Öffis, weiß Puchenaus Ortschef Gerald Schimböck: „Die Umstiegsmöglichkeiten in Urfahr auf den Stadtverkehr sind eine Katastrophe.“ Und genau da will der Linzer Bürgermeister Klaus Luger einhaken: „Trotz Stauzeiten sind Pendler mit dem Auto oft schneller als mit Öffis. Das Land muss rasch die Zukunft der Mühlkreisbahn klären, das ist das wichtigste Projekt. Dann können wir mit der zweiten Schienenachse weitermachen.“

Verbesserung bei Zubringer und Park-and-ride
Weiters wäre auch die RegioTram nach Pregarten wichtig. In Landgemeinden sollen auch - so Luger angesichts der neuesten Pendlerzahlen der Statistik Austria - die Öffi-Zubringer oder auch Park-and-ride-Plätze ausgebaut werden.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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