Gleich zwei Prozesse wegen Tierquälerei fanden gestern am Innsbrucker Landesgericht statt. Während ein Unterländer Bauer (37) offenbar Rinder und Schafe extrem vernachlässigt hat, war eine Innsbruckerin (21) angeklagt, die auf offener Straße ihren Hund mit Schlägen und Tritten misshandelte. Beide wurden verurteilt.
Anfang Mai stattete der Amtstierarzt dem 37-Jährigen unangemeldet einen Besuch ab. Was er im Stall zu sehen bekam, soll grauenhaft gewesen sein. Mehrere fast schon verhungerte und verdurstete Tiere, ein Rind mit viel zu langen Stallklauen und sogar eine qualvoll verendete Kuh sowie zwei tote Schafe entdeckte der Veterinär. „Das Rind ist wohl nach einem Durchfall verdurstet“, erklärte der Arzt vor Gericht. „Die Schafe sind vermutlich aufgrund eines Wurmbefalls verendet. Und die Klauen wurden mit Sicherheit ein Jahr lang nicht versorgt.“ Der gelernte Metzger stritt Letzteres vehement ab. „Das Rind hatte immer schon schlechte Füße“, meinte der Angeklagte. Nicht rechtskräftiges Urteil: Eine zur Hälfte bedingte Geldstrafe von 3600 Euro.
Auch Frau (21) verurteilt
Zivilcourage zeigten Anfang Juli zwei Cousins in Innsbruck. Sie schritten erst ein und alarmierten dann auch die Polizei, als eine 21-Jährige auf ihren Hund eintrat und -schlug. Die junge Frau wurde gestern in Abwesenheit nicht rechtskräftig zu einer Geldstrafe in Höhe von 640 Euro verurteilt. Die Hälfte davon wurde bedingt nachgesehen.
Samuel Thurner, Kronen Zeitung











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