Sa, 20. Oktober 2018

Schlag mit Stange

22.09.2018 06:00

Demonstrant nach Attacke auf Polizisten in Haft

Die Bilder hinterlassen ein mulmiges Gefühl. Demonstranten, die auf Polizisten zusteuern, wenige Augenblicke später wird auf die Beamten eingeschlagen, so dass gar ein Einsatzschild kaputt ging. So passiert am Donnerstag im Rahmen der Kundgebung gegen den EU-Gipfel. Ein Passauer wurde festgenommen.

Ein Vermummter, der mit einem Stock gegen ein Einsatzschild schlägt. Das Plexiglas zerbrochen. Das Bild, das das Dokumentationsteam der Polizei aufgenommen hat, hält eine Attacken gegen die Beamten fest, die am Donnerstag passierte.

Der  Zug kam von der Linzergasse, sollte in die Steingasse abbiegen. Eine Kette von Einsatzkräften hatte sich postiert, um den Demonstrierenden - die sich bis dahin friedlich verhielten - den Weg auf die Staatsbrücke zu versperren. Die Spitze der Versammlung steuerte genau auf die menschliche Barriere zu. Nur Augenblicke später erfolgte die ersten Attacke gegen die Polizisten, es wurde mit Stöcken mehrfach zugeschlagen, dabei ging das Einsatzschild kaputt. Verletzt wurde niemand.

Die Polizei setzte auf Deeskalation und ließ die Angreifer weiter marschieren, beobachtete die beiden Tatverdächtigen, einen Passauer (23) und einen Österreicher, aber und nahmen sie beim Volksgarten fest. Während der Österreicher wieder freikam, wurde der Deutsche in die Justizanstalt nach Puch gebracht. Er wird wegen versuchter absichtlicher schwerer Körperverletzung, versuchtem Widerstand gegen die Staatsgewalt und wegen schwerer Sachbeschädigung angezeigt.

Herr Rausch, ist es einfach ein Einsatzschild zu zerschlagen?

Nein, es braucht eine massive Gewalteinwirkung um das Plexiglasschild  zu zerstören, wie etwa durch eine Stange.

Es gibt Aufnahmen, auf denen der Angriff festgehalten ist?

Unser Doku-Team hat Fotos gemacht, zudem gibt es Filmaufnahmen. Wenn man diese Bilder sieht, erkennt man, dass die Spitze die genehmigte Route verlassen wollte und bewusst auf die Polizisten zugegangen ist und die Übergriffe gestartet wurden.

Warum hat man den Angreifer nicht gleich am Platzl rausgezogen und ließ ihn noch bis zum Volksgarten weiter gehen?

Er ist vor Ort beobachtet worden und man hat ihn auch nicht mehr aus den Augen gelassen. Der Bereich  am Platzl ist sehr eng, wir wollten auf keinen Fall, dass die Situation dort eskaliert. Deshalb hat man deeskalierend gehandelt und ihn weitermarschieren lassen.

 krone.at
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