20.09.2018 06:10 |

Buslenkerin (34) starb

Trauer und Ratlosigkeit nach Zugunfall in Graz

Nach der Tragödie in der Grazer Grottenhofstraße - ein Bus der Linie 33 war gegen einen GKB-Zug geprallt, die Lenkerin (34) starb (mehr dazu hier) - wird nun aufgearbeitet. Angehörige der Frau müssen mit einem Trauma leben. Die GKB denkt über entschärfte Bahnkreuzungen nach. Und die Polizei sucht nach der Unglücksursache.

Mittwoch um 8.03 Uhr - zu diesem Zeitpunkt war am Vortag das Unglück passiert - stellten Polizisten am Unfallort fest, dass die Buslenkerin nicht von der Sonne geblendet worden war. Warum sie das Rotlicht zu spät oder gar nicht sah, wird wohl nie geklärt werden können.

Fahrer brauchen psychologische Hilfe
„Wir alle sind in einem emotionalen Ausnahmezustand“, sagt Barbara Muhr, Direktorin für Freizeit und Mobilität in der Holding Graz: „So ein Unglück hat es bei uns noch nie gegeben. Viele Fahrer brauchen psychologische Hilfe, vor allem die Angehörigen und ihr Lebensgefährte, der als Lenker auch ihr Kollege war.“ Den Dienstag wird sie nie vergessen, vor allem nicht die Unfallzeit: „30 Minuten früher, und der Bus wäre voll mit Schulkindern gewesen.“

Polizei wertet Buskamera aus
Neun Insassen sind im Spital, zwei Frauen sind in Lebensgefahr. Sie alle müssen erst befragt werden, zudem wertet die Polizei die Buskamera aus und überprüft die Signalanlage.

„Je weniger Kreuzungen, umso mehr Sicherheit“
Seit Mittwoch, 13.15 Uhr, queren GKB-Züge wieder die Grottenhofstraße. „Auf der Strecke vom GKB-Bahnhof bis nach Straßgang gibt’s allein zwölf Eisenbahnkreuzungen“, so GKB-Infrastrukturchef Gerald Klug, „je weniger Kreuzungen, umso mehr Sicherheit“.

In diese Kerbe schlagen auch die Politiker. Bürgermeister Siegfried Nagl fordert Schranken für alle Bahnkreuzungen, Verkehrsstadträtin Elke Kahr könnte sich Unterführungen vorstellen. Doch das alles kostet viel Geld. Die GKB und der Straßenerhalter, in dem Fall die Stadt Graz, müssten jeweils die Hälfte zahlen.

Manfred Niederl
Manfred Niederl
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