Sa, 22. September 2018

Maggies Kolumne

15.09.2018 18:33

Leiden für die „Schönheit“

Ich gebe zu, ich finde sie ja grundsätzlich auch sehr entzückend. Auch wenn sie etwas mürrisch aussehen, sind sie charmant, fröhlich und freundlich. Ihr knautschiges Gesicht, der stämmige Körperbau und die schnaufende Atmung machen sie zu einer der bekanntesten Hunderassen der Welt! Ganz klar: Ich meine den Mops, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Weniger erfreulich ist allerdings die Tatsache, dass dieseTiereunter ihrem optischen Erscheinungsbild leiden! 

Denn eine normale Atmung ist bei diesen Hunden nicht mehr möglich! Ihre Augen liegen sogar vor der Nasenspitze, die immer weiter zurückgezüchtet wurde. Wollen wir das wirklich? Wollen wir weiterhinTieremit Missbildungen züchten? „Ein Mops fühlt sich in etwa so, wie wir Menschen, wenn wir permanenten Schnupfen hätten und dazu auch noch eine Maske über Nase und Mund tragen würden“, erklärt Manfred Hochleithner. Der engagierte Tierarzt möchte erwirken, dass solche Qualzüchtungen in Österreich verboten werden.

Und der Mops ist bei Weitem nicht die einzige Rasse, die dies betrifft! Qualzüchtungen sind allgegenwärtig! Schäferhunde, die kaum noch gehen können, Hündinnen, die ausschließlich per Kaiserschnitt entbinden, Fische, deren Flossen so dünn gezüchtet werden, dass sie reißen, und, und, und... Im 21. Jahrhundert ist es ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, wenn wirTieremit genetischen Defekten bewusst vermehren. Der Mops ist ein wunderbarer Partner - züchten wir ihn doch wieder so, dass auch er sein Leben richtig genießen kann. Mehr zu diesem wichtigen Thema finden Sie hier.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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