Sa, 22. September 2018

Pichl-Ortschef beruft

15.09.2018 16:30

ÖVP-Bürgermeister wehrt sich gegen den Jobverlust

Johann Doppelbauer wird nun doch gegen die 15-monatige bedingte Haftstrafe berufen. Der Pichler ÖVP-Ortschef kämpft damit auch gegen die Amtsenthebung an. Diese ist ab einem Urteil von zwölf Monaten und einem Tag vorgeschrieben. Viele sehen Doppelbauers Tage dennoch schon als gezählt.

„Leicht wird er es in nächster Zeit sicher nicht haben“, prophezeit Gemeindebund-Präsident Hans Hingsamer seinem ÖVP-Parteikollegen Johann Doppelbauer einen heißen Herbst. Abseits der politischen Spielchen samt Rücktritts-Aufrufen wird der Pichler Langzeit-Ortschef auch bei jedem öffentlichen Termin auf die Verurteilung wegen der Nichteinhebung von Kanalgebühren angesprochen werden.

Entscheidung erst 2019
Für die Feier des Pichler Verschönerungsvereins morgen, Sonntag, soll Doppelbauer sein Kommen schon abgesagt haben. „Auf Dauer wird die Angelegenheit viele Probleme mit sich bringen“, hofft Hingsamer auf eine schnelles Verfahren. Experten rechnen mit einer Entscheidung frühestens Mitte 2019.

Große Verunsicherung unter Bürgermeistern
Bis zur Urteilsverkündung werden deshalb noch viele andere Ortschefs zittern müssen. „Die Verunsicherung ist riesengroß, weil das Urteil doch sehr heftig ist. Unsere Bürgermeisterschulungen sind ausgebucht, das war nicht immer so“, erklärt Hingsamer, der selbst Bürgermeister in Eggerding (Bezirk Schärding) ist.

Gemeindereferent bleibt seiner Linie treu
FP-Gemeindereferent Elmar Podgorschek will seiner Linie treu bleiben und jeden Fall zur Anzeige bringen. „Das Urteil zeigt mir, dass es richtig war, Verfehlungen aufzuzeigen. Es gibt Gesetze, an die sich auch ein Bürgermeister halten muss. Man muss unterscheiden, ob etwas unwissentlich passiert oder eine Absicht erkennbar ist. Im Fall von Pichl war der Bürgermeister stets informiert!“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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