Origineller Nebenjob

„Ich bin der Bär - Maskottchen der Liliputbahn“

Kinderaugen zum Strahlen zu bringen ist wohl für viele der schönste Beruf. So auch für Christopher Kornhoffer der ehrenamtlich in das Max, der Bär-Kostüm schlüpft und das Maskottchen der Liliputbahn im Prater mimt, welche heuer ihren 90. Geburtstag gefeiert hat. Wo immer Max seinen großen Auftritt hat, bringt er Kinder zum Lachen, Singen, Tanzen und Springen. City4U hat Kornhoffer mehr von seinem plüschigen Nebenjob erzählt.

Hauptberuflich ist Christopher Kornhoffer seit vielen Jahren im Sozialbereich tätig und hilft Menschen mit Lernschwierigkeiten oder psychischen Erkrankungen. Aus dem harten Arbeitsalltag entflieht er, wenn er in seine Rolle des riesigen Plüschtieres Max, der Bär schlüpft. „Ich brauche tatsächlich immer eine zweite Person, die mir beim Anziehen des Kostüms hilft“, grinst der 46-Jährige, den man sein Alter nicht ansieht.

Sein ehrenamtlicher Nebenjob hält ihn nämlich besonders jung. Als Maskottchen der Liliputbahn muss er hüpfen, drehen, springen und natürlich tanzen. Denn Max, der Bär ist ein richtiger Tanzbär. „Wenn es ein richtig heißer Tag ist und man eine Show abliefern muss, kommt man wirklich ganz schön ins Schwitzen unter dem dicken, schweren Kostüm“, beschreibt der Wiener. Doch der Schweiß zahlt sich aus: „Egal ob jung oder alt - alle die den Max plötzlich sehen, bleiben stehen, sind erstaunt, wollen ihn knuddeln und Fotos machen. Mir gefällt diese Verzauberung, auch wenn die Großen sehr wohl wissen, dass da ein Mensch darunter ist.“

Kornhoffer, der selbst zweifacher Vater ist liebt Kinder und zu tanzen. Das hat er mit seiner Figur gemein. „Kinder sind von solchen Verkleidungen einfach fasziniert. Noch in ihrer Traumwelt kommen sie aus sich heraus, staunen, umarmen dich, lachen und tanzen mit dir. Das ist einfach nur schön.“ Denn für seine coolen Dancemoves ist Max, der Bär weit über den Prater hinaus bekannt. „Max kann alle Tänze dieser Welt, aber sein Favorit ist ,I like to move it‘.“ Einmal hatte Max einen gemeinsamen Auftritt mit dem Pombären. „Unter diesem Kostüm steckte eine Frau. Es hat riesigen Spaß gemacht, zu zweit zu tanzen und sich auszutauschen“, berichtet Kornhoffer.

Auch mit der Liliputbahn verbindet Kornhoffer eine lange Beziehung. „Ich bin als Kind schon immer wieder liebend gern mit der Liliputbahn gefahren und tu das auch heute noch sehr gerne“, erzählt der Wiener. Als Mitglied der Pfadfindergruppe 13 in Wien Erdberg veranstaltet er auch seit Jahren das Draisinnenrennen am Geländer der Liliputbahn. „Bei einer dieser Veranstaltungen hat mich der Organisator gefragt, ob ich nicht in ein Ganzkörperkostüm schlüpfen möchte um Tombola-Lose zu verkaufen. Da ich für fast jeden Spaß zu haben bin, habe ich es gemacht. Dabei wurde ich vom Chef der Liliputbahn beobachtet und der war so angetan, dass ich schließlich die Rolle von Max, der Bär übernahm.“ Warum ist ein Bär das passende Maskottchen für dieses Prater-Original? „So wie die Liliputbahn hält auch Max seinen Winterschlaf.“ Und das werden sie auch bald wieder tun - denn ab Anfang November macht die Liliputbahn Winterpause, natürlich zusammen mit Max, dem Bären.

September 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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