29.08.2018 06:58 |

Überfall auf Taxler

Immer mehr Fahrgäste flüchten, ohne zu zahlen

Für Betroffenheit sorgt der Überfall auf einen Taxilenker in Klagenfurt. Der 40-Jährige war - wie berichtet - von einem Fahrgast mit einem Hammer niedergeschlagen worden, weil dieser den Fuhrlohn nicht entrichten wollte. Für die heimischen Taxler ist das keine Seltenheit. Immer häufiger wollen Fahrgäste nichts zahlen. Fallweise wird sogar der Pizzaservice für Chauffeurdienste hergenommen...

Das Wichtigste vorweg: Der 40-jährige Taxilenker befindet sich nach dem brutalen Angriff von Montagvormittag (hier geht es zum BERICHT) auf dem Weg der Besserung und konnte das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Bei Kärntens oberstem Taxivertreter, Peter Belohuby, werden Erinnerungen an vergangene Überfälle wach: Einmal habe ein Gast einem Taxler während der Fahrt ins Lenkrad gegriffen und diesen dann gewürgt.

Ein anderes Mal wollte ein Bursche eine Taxilenkerin mit einem Taschenmesser bedrohen. „Da sie aber körperlich um einiges stärker war, hat sie ihm dann einfach eine geschmiert, und weg war er“, kann Belohuby heute schmunzeln. „Das ist ja schon Jahrzehnte her.“

Generell aber sei zu bemerken, dass Fahrgäste immer öfter aus dem Taxi davonlaufen, ohne zu bezahlen. „Das passiert vor allem am Wochenende. Die Leute geben bei der Lokaltour offenbar den letzten Cent aus - und haben dann gar kein Geld mehr, um noch irgendwie heimzukommen.“

Die Ausreden werden immer ausgefallener. Belohuby nennt einige Beispiele:

Viele Fahrgäste behaupten am Ziel, sie müssten schnell die Geldtasche holen und kommen nicht wieder.

Andere erklären, sie hätten gern einen Erlagschein.

Oder es werden einfach Pizzalieferanten für Taxidienste hergenommen. Belohuby: „Da gab’s schon Fälle, da hat sich einer eine Pizza beim Zustelldienst bestellt und gesagt: Ihr könnt mich gleich mitnehmen, weil die Pizza geht eh zu mir heim.“

Sicherheitstechnisch aber seien Taxler zum Glück kaum gefährdet: „Ein Überfall wie am Dienstag ist ein Ausnahmefall. In der Regel ist bei uns ja eh nicht viel zu holen.“

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf
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