Fr, 21. September 2018

In Grazer Volksschulen

25.08.2018 06:30

Einer von drei Erstklässlern muss in Deutschkurs

Jeder dritte Grazer Erstklässler muss heuer eine der neuen Deutschförderklassen besuchen, weil es an Deutschkenntnissen hapert. 79 solcher Klassen gibt es in der Steiermark - weit mehr als die Hälfte befinden sich in Graz. Insgesamt haben 52 Prozent der Volksschulkinder eine andere Muttersprache als Deutsch.

2300 Schulanfänger wird es nach aktuellem Stand heuer in Graz geben - 750 müssen in eigenen Deutschförderklassen unterrichtet werden. Diese Zahlen können noch leicht schwanken, endgültig weiß man es Anfang Oktober. Am grundsätzlichen Befund wird sich aber nichts ändern.

Die neuen Deutschförderklassen hat Schwarz-Blau im Bund eingeführt, um die Kinder künftig besser in den Regelunterricht integrieren zu können. 79 solche Klassen gibt es in der Steiermark - mehr als die Hälfte, nämlich 45, allein in Graz. Im Großraum Graz (Graz, GU und Voitsberg) sind es 53. Auch hier sind noch kleine Schwankungen möglich. Mit acht Deutschförderklassen gibt es nach dem Großraum Graz im Gebiet Mürzzuschlag, Leoben und Bruck die meisten Förderklassen.

Mehr als die Hälfte hat andere Muttersprache
52 Prozent der Grazer Volksschulkinder haben eine andere Muttersprache als Deutsch.  Das heißt aber nicht, dass alle diese Kinder Deutsch-Probleme haben.

Ab dem Schuljahr 2019/20 wird es vor Schuleintritt jedenfalls standardisierte Tests für die Sprachkenntnisse geben - heuer haben noch Lehrer bzw. Direktoren entschieden, wer in die Förderklassen muss.

VP-Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner begrüßt die Förderklasse: „Wenn eine Vielzahl an Kindern aufgrund des Niveaus der Sprache dem Unterricht nicht mehr folgen kann, dann ist ein Schwerpunkt Deutsch sinnvoll.“

Die gesonderten Hilfsangebote der Stadt werden nun evaluiert. Man wird den Fokus wohl auf die Nachmittagsbetreuung lenken.

Gerald Richter
Gerald Richter

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