Mi, 19. September 2018

Maggies Kolumne

24.08.2018 11:18

Selbsternannte Tierschützer

Nicht jeder Mensch, der sich Tierschützer nennt, tut Vierbeinern tatsächlich Gutes. Wer je im Haus eines Tiermessis war, wird den Anblick und den Geruch niemals vergessen: Hunde die völlig verschreckt sind, sich ins letzte Eck verkriechen, dabei winseln, sich vor Angst anpinkeln und Kot absetzen. Gefüttert werden sie selten bis nie. Als Nahrung dienen oft die Kadaver von Artgenossen. Zentimeter dicke Kotschichten machen das Atmen fast unmöglich. 

Diese Woche wurden Dutzende Hunde eines Tiersammlers gerettet. Ich selbst war bei einem Einsatz dabei, bei dem wir über 70 Hunde fanden! In den meisten Fällen empfinden sich die Halter dieser Vierbeiner als Tierschützer. Glauben, dass sie Tiere retten. Diese in Wahrheit jedoch quälen. Wichtig ist, dass solche Menschen ausgeforscht werden und keine Tiere mehr halten dürfen. Auch wenn es unter dem Deckmantel Tierschutz passiert. Es ist generell wichtig, die Haltung von Tierschutztieren zu überprüfen. Zu viele Menschen versuchen, ohne Rücksicht auf Tierleid Profit zu machen.

Deshalb begrüße ich auch die neue Sonderhaltungsverordnung des Sozialministeriums. Demnach müssen Vereine entsprechende Betriebsstätten vorweisen, um herrenlose Tiere aufnehmen zu können. Diese müssen so gestaltet sein, dass den Bedürfnissen der Schützlinge hinsichtliche Verhalten und Gesundheit Rechnung getragen wird. Auch Privatpersonen, die als Pflegestelle aushelfen, müssen sich bei der Behörde registrieren lassen. Es geht darum, schwarzen Schafen im Tierschutz das Handwerk zu legen.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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