24.08.2018 06:25 |

Technologie beim Forum

Projekte, die bald den Alltag verändern

Aus Zukunftsmusik wird irgendwann Alltag! Beim Tiroler Technologiebrunch des Forum Alpbach stellten kluge Köpfe wieder spannende Innovationen vor. Das Projekt Smart@Surface macht Holzböden, Leder oder sogar Steine „intelligent“, indem eine superdünne Folie mit Sensoren integriert wird. Das macht vieles möglich.

Auf der Terrasse des „Hotel Alphof“ präsentierten die Projektbetreiber Joanneum, die Firma kdg aus Elbigenalp sowie Swarovski Optik einen besonderen Holzfußboden. Er registriert über die integrierte Sensor-Folie die Schritte eines Menschen und stellt sie optisch auf einem Monitor dar.

Folie macht Gegenstände „intelligent“
Was nicht allzu spektakulär aussieht, eröffnet ungeahnte Möglichkeiten: „Der Boden könnte den Gang eines Menschen analysieren, etwa bei der Reha. Oder Alarm schlagen, wenn ein älterer und allein wohnender Mensch stürzt“, nennt Joanneum-Direktor Paul Hartmann zwei Beispiele. Auf Autos umgemünzt, könnten die hauchdünnen Folien (ein Zehntel Millimeter) in das Lenkrad integriert werden und auf Fingerdruck gewisse Funktionen auslösen. Ähnliches gilt für Handys und Objekte in allen 3D-Formen.

Swarovski Optik und kdg als Partner
Als Partner dieses geförderten Comet-Projekts will Swarovski Optik die Technologie nutzen, um Ferngläser „intelligent“ zu machen und z. B. eine leicht bedienbare Entfernungsmessung einzubauen. Das Spritzguss-Expertenwissen liefert kdg. Unter dem K-Regio-Förderprogramm des Landes läuft die Kooperation der Firma Bartenbach mit dem Planungsfirma ATP, der Hella Sonnen- und Wetterschutztechnik sowie der Uni Innsbruck. „Es geht darum, die exakte Steuerung von Tages- und Kunstlicht bereits in die Bauplanung zu integrieren“, erklärten Josef Miller (Uni) und Wilfried Pohl (Bartenbach) zum Projekt mit dem sperrigen Namen „BIM2IndiLight“.

Gute Forschungsquote
Wirtschafts-LR Patrizia Zoller-Frischauf eröffnete den Technologiebrunch mit der Meldung, dass Tirol mit der Forschungsquote von 3,08 Prozent über dem von der EU formulierten Ziel liege, im Bundesländer-Vergleich auf Rang drei. Man dürfe nicht nachlassen, um die 6000 Forschungsjobs in Tirol weiterhin zu sichern. Dazu beitragen sollen sechs weitere Comet- und K-Regio-Projekte, die im Herbst starten

Andreas Moser
Andreas Moser
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