22.08.2018 06:08 |

In der Steiermark

Der Heroinkonsum steigt: Polizei ist alarmiert

Hausdurchsuchungen in Liezen, bei denen zahlreiche Cannabispflanzen entdeckt wurden, sowie ein 45-jähriger Pkw-Lenker, der Liquid Ecstasy bei sich hatte: Es vergeht kaum ein Tag in der Steiermark, an dem man nicht von Vorfällen mit Suchtgift hört. Besonders erschreckend laut der Polizei: Die Heroin-Konsumenten werden wieder mehr

„Grundsätzlich muss man sich endlich einmal von dem Gedanken verabschieden, dass Suchgift wie Cannabis gesund ist. Denn: Bei einer längeren Einnahme ist eine Gehirnschädigung die logische Folge“, ist von der Suchgiftgruppe der steirischen Polizei zu hören. Bei THC, dem bekanntesten Wirkstoff der Cannabispflanze, kann bereits eine einmalige Einnahme verheerende Auswirkungen haben.

Nach 10. Konsum abhängig
„Generell hängt es auch immer vom Suchtpotenzial jedes einzelnen Konsumenten ab“, heißt es von der Polizei. Das gilt auch bei Heroin (das wieder im Steigen begriffen ist), Koks und Amphetaminen. „Von Ärzten weiß man aber: Nach dem zehnten Konsum in einer kürzeren Zeitspanne gilt man als abhängig.“

Es werden zwar immer wieder Cannabis-Plantagen ausgehoben, der Einfallsreichtum der Züchter nimmt aber zu. So gibt es gerade in südsteirischen Wäldern vielfach Plantagen, die von Unbekannten betreut werden. „Für mich ist es ein großer Erfolg, wenn ich einen Konsumenten nie mehr wiedersehe“, berichtet ein Ermittler.

Vergleich mit Alkohol
„Neben den üblichen Transitrouten aus Osteuropa und dem Süden wird das Gift immer mehr mithilfe des Darknets (der “dunklen“, für Externe kaum zugängliche Seite, des Internets) zu den Konsumenten transportiert. “Die Nachfrage ist da, das Problem wird geleugnet. Viele Konsumenten vergleichen Drogen allzu gerne mit Alkohol, vergessen aber, dass die Abhängigkeit eine ganz andere ist."

Große Mengen der in die Steiermark gebrachten Drogen werden zumeist weiterverfrachtet, so der Ermittler: „Wir sind nach wie vor eher ein Durchzugsland.“

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch
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