AK will hohe Strafen

150 Millionen Euro durch Überstunden „geraubt“

Nachdem die AK für einen Koch aus Braunau für 173 unbezahlte Überstunden 3000 € erstritten hat, kritisiert die Arbeiterkammer: Allgemein werden etwa ein Fünftel der Mehrleistungen nicht abgegolten - in Oberösterreich werden so jährlich 150 Millionen Euro „geraubt“.

Der Innviertler Koch hatte als Saisonarbeiter in einem Hotel beim Achensee in Tirol gearbeitet. Als die Beschäftigung nach drei Monaten endete, blieb ihm der Dienstgeber 173 Überstunden schuldig. Die Arbeiterkammer konnte in einem außergerichtlichen Vergleich für den Koch 3000 € Nachzahlung erreichen.

Strafzuschlag gefordert
„So etwas ist keine Seltenheit - wir beraten und vertreten täglich Arbeitnehmer, denen Überstunden und Mehrarbeitsstunden geklaut werden“, fordert AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer einen 100-prozentigen Strafzuschlag auf unbezahlte Überstunden.

Hohe Summen
Es geht dabei immerhin um enorme Summen: Ein Fünftel der Überstunden wird erfahrungsgemäß nicht ausbezahlt, „durch Mehrarbeitsraub entgingen so Arbeitnehmern in Oberösterreich in einem Jahr etwa 150 Millionen Euro, das sind pro Kopf 9800 Euro“, so Kalliauer.

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