So, 23. September 2018

Zwei Herzinfarkte

16.08.2018 06:00

Installateur (57) musste um seine Pension zittern

40 Berufsjahre als Installateur hat Horst G. hinter sich, war davon lange Zeit auf Montage. Nach zwei Herzinfarkten kann der 57-Jährige nur noch leichte Arbeiten verrichten. Jobchancen: gleich null! Trotzdem wollte man ihn in eine mehrjährige Umschulung stecken. Zum Glück erkämpfte die Arbeiterkammer eine Pension.

Seit seinem zweiten Herzinfarkt sind für den Installateur Arbeiten auf Leitern, bei Hitze oder Kälte sowie bei Staubbelastung tabu. „Mir bleibt oft die Luft weg“, schildert der Mann. Seinem Beruf kann er keinesfalls mehr nachgehen. Die Pensionsversicherungsanstalt wollte ihn aber trotz der vielen Arbeitsjahre nicht so einfach in den Ruhestand treten lassen. Geprüft wurde eine Umschulung zum Bürokaufmann oder Technischen Zeichner. Nach der Ausbildung wäre er aber fast 60 Jahre alt.

Kampf vor Gericht - mit Erfolg
Die AK kämpfte deshalb für ihn vor Gericht für eine Pension. Mit Erfolg! „Der Richter sah die Sache genauso: Ab 55 Jahren ist man mit gesundheitlichen Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt chancenlos“, so AK-Experte Alexander De Brito. Horst G. bekommt jetzt eine Pension von rund 2000 Euro im Monat und ist zufrieden: „Ich will noch ein paar schöne Jahre mit meiner Frau erleben.“

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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