Di, 25. September 2018

Wunder in Japan

15.08.2018 15:48

Verirrt: Bub (2) überlebt drei Tage allein im Wald

Es grenzt an ein Wunder: Ein erst zwei Jahre alter Bub hat in Japan drei Tage alleine überlebt - und das auch noch unter widrigsten Bedingungen. Bei brütender Hitze um die 34 Grad entging der Kleine, der bei einem Spaziergang mit seinem Großvater in einem Waldstück verschwunden war, einer Vielzahl an tödlichen Gefahren, und musste sogar seinen zweiten Geburtstag alleine verbringen. Nahezu unverletzt wurde Yoshiki am Mittwoch nahezu unverletzt auf einem Stein sitzend gefunden.

Das Drama nahm Sonntagfrüh in der südwestlichen Region Yamaguchi seinen Lauf. Gemeinsam mit seinem 66 Jahre alten Großvater und seinem dreijährigen Bruder war Yoshiki zu einem Spaziergang zu einem nahen See aufgebrochen. Bald jedoch begann der Bub zu weinenund wollte nicht mehr weitergehen, drehte um und wollte wieder zurück nach Hause gehen.

Sein Opa ließ ihn gewähren, zumal es nicht weit bis nach Hause war - ein fataler Entschluss, wie sich nur wenig später herausstellen sollte, denn der kleine Bub kam nie zu Hause an.

Großangelegte Suchaktion bei 34 Grad Hitze
Eine großangelegte Suchaktion, die landesweit für Schlagzeilen sorgte, wurde daraufhin eingeleitet. Spürhunde kamen zum Einsatz, ebenso suchten Kamera-Drohnen und Hubschrauber aus der Luft nach dem vermissten Kind. Doch die Suche sollte erfolglos bleiben. Yoshiki, der am Montag, einen Tag nach seinem Verschwinden, zwei Jahre alt wurde, blieb spurlos verschwunden. Jegliche Hoffnung, den Kleinen noch lebend zu finden, schwand von Stunde zu Stunde, zumal in der Region große Hitze mit bis zu 34 Grad herrschte. Auch zahlreiche Gewässer in dem Waldstück stellten todbringende Gefahren für das Kleinkind dar.

Nach drei Tagen eine Antwort aus dem Wald
Umso unfassbarer: Als Mittwochfrüh einer der zahlreichen Helfer einmal mehr den Namen des mittlerweile Zweijährigen rief, kam tatsächlich eine Antwort zurück. „Ja, hier“ habe Yoshiki gerufen, berichtete der 78 Jahre alte Haruo Obata einem lokalen Fernsehsender. Gesessen sei der Bub auf einem Stein nur einige Hundert Meter von seinem Zuhause entfernt, seine kleinen nackten Füße hätten in einer kleinen Lacke gesteckt.

Wie durch ein Wunder wies der Zweijährige nahezu keine Verletzungen auf, lediglich ein paar Kratzer und Insektenstiche hatte Yoshiki bei seinem überaus gefährlichen Abenteuer davongetragen.

Mutter brach in Tränen aus
Seine völlig verzweifelte Mutter sei in Freudentränen ausgebrochen, als sie ihr Kind nach drei Tagen in schrecklicher Angst wieder in die Arme schließen konnte, heißt es in Medienberichten. Auch Yuichi Koide, Leiter der klinischen Forschungsabteilung des „National Hospital Organization Disaster Medical Center“, zeigte sich ob des so guten Gesundheitszustandes des Zweijährigen völlig überrascht und glücklich: „Ich bin erleichtert, dass der Bub in Sicherheit ist, da es für ein zweijähriges Kind extrem schwierig ist, drei Tage im Freien unter solch harten Bedingungen zu überleben.“

 krone.at
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