Mi, 19. September 2018

Wirtschafts-Booster

14.08.2018 10:00

Festspiele spülen rund 183 Millionen Euro in Kassa

Es ist eine Zahl, die staunen lässt: Heuer sorgt das Mega-Kultur-Event für eine Wertschöpfung in Höhe von 183 Millionen Euro. Und das freut nicht nur die Festspiele selbst, deren Produktionen großteils ausverkauft sind. Sondern auch Hoteliers, für die das Event teils 30 Prozent des Jahres-Umsatzes ausmacht.

Es ist fast schon einer dieser sommerlichen „Wirtschafts-Booms“, der heuer wieder eingetreten ist, seitdem Kunstsinnige in edlen Designer-Roben sich abends wieder in der Hofstallgasse tummeln. Einer, der Hoteliers über eine Betten-Auslastung jenseits der 80 Prozent jubeln lässt, dem Handel starke Zuwächse beschert und auch die Festspiele selbst frohlocken lässt - so ziemlich jede Produktion der Festspiele werde stark nachgefragt, egal ob Oper, Schauspiel oder auch Konzert - wie der kaufmännische Direktor, Lukas Crepaz, berichtet: „Der Verkauf läuft in vollen Zügen, wir sind zuversichtlich, dass wir auch heuer wieder an den Rekord, den wir im vergangenen Jahr aufgestellt haben, anschließen können - da hatten wir eine Auslastung von 97 Prozent.“ Er fügt hinzu: „Vor allem die Zauberflöte, Salome und Pique Dame waren heuer gleich ausverkauft.“ Insgesamt wurden heuer 213.000 Karten aufgelegt.

Dass dieser sommerliche „Boom“ nicht nur gefühlt für frischen Wind in den Kassen sorgt, zeigt auch eine aktuelle Schätzung der Wirtschaftskammer Salzburg (WKS): „Im Endeffekt wird sich auch heuer die Wertschöpfung, die durch die Festspiele generiert wird, auf 183 Millionen Euro belaufen“, berichtet Helmut Eymannsberger, Leiter der Wirtschafts- und Standortpolitik in der WKS.

Stolze 129 Millionen Euro geben die Besucher aus: „Weit mehr als die Hälfte wird auch heuer wieder auf Übernachtung und Verpflegung entfallen, der Rest auf den Handel, Kunst, Kultur und Freizeit, sowie persönliche Dienstleistungen“, so Eymannsberger.

Und das freut die Hoteliers, wie auch Georg Imlauer: „Wir sind mit der Festspiel-Zeit sehr zufrieden, die Auslastung beträgt über 80 Prozent.“ Im Jahres-Umsatz würde sich das nur leicht bemerkbar machen: „Da wir im Konferenz- und Seminarbereich sehr gut aufgestellt sind, ist der Umsatz um zehn Prozent höher, als in guten Monaten“, berichtet Imlauer. Damit gehöre man nicht zu jenen Häusern, für die das Mega Kultur-Event für rund 30 Prozent des Jahresumsatzes verantwortlich ist, so Imlauer.

Ähnlich positiv sieht man die Saison im Hause Sacher: „Wir sind mit den Sommer -Festspielen - wie auch mit den beiden anderen- zufrieden, stellen uns aber gerne den Anspruch, noch mehr aus dieser tollen Zeit rauszuholen“, sagt Hoteldirektorin Angelique Weinberger.

Wie viel das Sommer-Event bei den Sachers in die Kassen spült, wollte man nicht verraten. Aber: „Für uns haben die Festspiele selbstverständlich eine hohe Gewichtung im Jahresbudget.“

Verena Seebacher
Verena Seebacher

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