Di, 22. Jänner 2019

Rote Versäumnisse:

13.08.2018 11:10

Scharfe Zurufe vom Ex-Parteimanager in die SPÖ

Er kann nicht los von der Politik: Auf Facebook und zuletzt auch Twitter mischt sich der ehemalige Landesgeschäftsführer der SPÖ Oberösterreich, Chjristian Horner, in die Debatte über Zustand und Programm der SPÖ ein, im Bund wie im Land. Er vermisst eine „mutige, prägnante, optimistische Perspektive“ der Parteiführung in Land und Bund.

Weit weg vom Schuss - aber nicht weg vom Fenster: Christian Horner, Geschäftsführer von Bauen und Wohnen Steiermark, war bis Anfang 2014 Landesgeschäftsführer der SPÖ in Oberösterreich und danach  Mitarbeiter im Kabinett von Ex-Kanzler Werner Faymann. Loslassen kann er nicht: Auf Facebook zeigt sich der 56-Jährige immer wieder mal bestürzt über Zustand und Performance der SPÖ Oberösterreich  (z. B. Juli 2017: „schmerzt bis ins Mark“) unter Birgit Gerstorfer und Bettina Stadlbauer.

Fundi-Politik in der Hitzewelle
Zuletzt mischte sich Horner  per Twitter auch in die Debatte übers neue Parteiprogramm der Bundes-SPÖ ein, das dem roten Burgenländer Peter Doskozil zu sehr von „links-grüner Fundi-Politik“ gezeichnet zu sein scheint, was Gerstorfer  (sinngemäß) in die Hitzewahn-Ecke stellte.

Gegenmodell zur Angstmacherei
Horner ist eher bei Doskozil, er hält es für falsch, das Umweltthema in den Mittelpunkt der Programmpräsentation zu stellen, zugleich aber „eine mutige, prägnante, optimistische Perspektive für die Gesellschaft“ fehlen zu lassen, nämlich „als Gegenmodell zur Angstmacherei der Blauen und der ,alles wird schlechter und wir können uns nichts mehr leisten-Propaganda‘ der Industrie, der Türkisen und Wirtschaftsreligiösen“.

Mutige, positive Perspektive
Womit Horner nicht nur auf Christian Kern, sondern auch  wieder auf Gerstorfer zielt: „Es wäre ein Fortschritt, würde an der SP-Spitze im Bund und in OÖ erkannt, dass die mutige, positive Perspektive notwendig ist. Und dass Strategie, richtige Sprache und Auftreten  Basis für professionelle Politik sind. Da besteht Aufholbedarf.“ Klingt, als Hätte Horner nach Appetit auf mehr, noch mehr Politik…

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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