Mo, 17. Dezember 2018

ARBÖ-Pannenreport

09.08.2018 10:26

5.101 Einsätze: Hotspots und skurrile Einsätze

Der ARBÖ hat erstmals einen Pannenreport für Kärnten verfasst. Von Jänner bis Juli dieses Jahres mussten die ARBÖ-Pannenhelfer exakt 5.101 Mal ausrücken. Pannenursache Nummer eins: Probleme mit der Batterie. Die meisten Pannen ereignen sich in der Mittagszeit.

Wer tagtäglich mehrmals zur Pannenbehebung ausrückt (im Schnitt 24 Mal pro Tag), der hat natürlich einiges zu erzählen. So auch der ARBÖ. Im ersten Kärntner Pannenreport fasst der Autofahrerklub nun zusammen, was sich auf Kärntens Straßen zwischen Jänner und Juli 2018 in Sachen Pannen so alles abgespielt hat. Abgesehen von durchaus interessanten Fakten und Zahlen soll dieser Report aber auch einen ganz speziellen Aspekt rund um das Thema „Panne“ in den Fokus der öffentlichen Diskussion rücken: Das richtige Absichern einer Pannenstelle.

„Denn diesbezüglich erleben unsere Pannenhelfer täglich haarsträubende und höchst gefährliche Situationen“, erzählt Kärntens ARBÖ-Geschäftsführer Thomas Jank. „In der Hektik rund um eine Pannen werden regelmäßig elementarste Sicherheitsbestimmungen vergessen“, weiß Jank. Folgende fünf Punkte sind laut ARBÖ im Pannenfall unter allen Umständen zu beachten:

  • Fahrzeug, wenn möglich, abseits der Fahrbahn abstellen.
  • Warnblinkanlage einschalten.
  • Fahrzeug nur mit übergezogener Warnweste verlassen.
  • Pannenstelle mit Warndreieck absichern.

Empfohlene Distanz zwischen Fahrzeug und Warndreieck:

Ortsgebiet:        mindestens 50 Meter

Landstraße:      mindestens 100 Meter

Autobahn:         mindestens 150 Meter

  • Nicht im Fahrzeug auf Hilfe warten, sondern, wenn möglich, abseits der Fahrbahn (auf der Autobahn unbedingt HINTER den Leitplanken Schutz suchen).

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2018 mussten die Pannenhelfer des ARBÖ-Kärnten exakt 5.101 Mal ausrücken. Im Durchschnitt war man binnen 25 Minuten vor Ort.

Stärkstes Pannenmonat: Mit 915 Einsätzen der Februar. Hier hinterließ die kurze Kältewelle ihre Spuren.

Häufigste Pannenursachen: Die mit Abstand meisten Einsätze sind der Starthilfe geschuldet. Auf Platz zwei: mechanische Defekte (z.B. Reifenschaden). Elektronische Probleme sind dann auf Rang drei zu finden.

Pannenhotspots: Die meisten Pannen wurden von der Südautobahn, der A2, gemeldet. Knapp dahinter: Die A10, die Tauernautobahn.

Stärkste Pannenzeit: Die Mittagszeit ist für die ARBÖ-Pannenhelfer jene Zeit des Tages, in der sie am stärksten gefordert sind.

Gefährliche Pannenstrecken: Mangels Pannenstreifen ist die St. Veiter Schnellstraße für Pannenopfer wie auch Pannenhelfer die weitaus gefährlichste Strecke. „Hier ist fast jeder Panneneinsatz eine lebensgefährliche Angelegenheit“, weiß ARBÖ-Betriebsleiter Günther Friesacher. Auch problematisch: Die Soboth. Auf dieser kurvigen Strecke geht die größte Gefahr von rasenden Bikern aus.

Elektroautos: Das Pannenaufkommen im Bereich der E-Autos ist bis dato marginal.

Skurrilste Panne: Im Juli mutierte ein Wolfsberger Pannenfahrer zum Brautkleid-Lieferanten. Weil das Auto der Braut am Weg zur Brautkleid-Schneiderin auf der Weinebene schlapp machte, rückte der ARBÖ aus und brachte Kleid und Fahrzeug binnen kürzester Zeit zurück nach Wolfsberg.

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