Di, 21. August 2018

„Jubiläum egal“

09.08.2018 08:55

In Bratislava: Rapids Sonnleitner vor 300. Partie

Durch den Ausfall von Maximilian Hofmann steht Mario Sonnleitner bei Fußball-Rekordmeister SK Rapid aktuell wieder in der ersten Reihe. Der 31-jährige Abwehrspieler ist nach dem Karriereende von Steffen Hofmann der einzige Über-30-Jährige im Kader der Wiener. Seine Routine ist vor allem auf internationaler Ebene gefragt.

Die Europacupsaison startete für Rapid am Donnerstag bei Slovan Bratislava. Sonnleitner stand im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League (21.05 Uhr/live ORF eins) vor seinem 300. Pflichtspieleinsatz für die Hütteldorfer. „Mir ist das gänzlich egal, wie viele Spiele ich habe. Das zählt gar nichts. Jedes Spiel ist neu und beginnt bei 0:0, da muss man bestehen, egal wie viele Spiele man zuvor gespielt hat“, sagte der Innenverteidiger.

„Europacup als Zuckerl“
Im Europacup haben mit Steffen Hofmann und Peter Schöttel nur zwei Rapidler öfter gespielt als Sonnleitner, der vor dem Slovan-Spiel bei 46 Einsätzen hielt. „Alltag ist so etwas nie“, hob Sonnleitner die Bedeutung des Europacups hervor. Läuft alles nach Plan sollten diese Saison dort noch einige Einsätze dazukommen. Das Erreichen der Gruppenphase ist eines der Saisonziele der Wiener. Ein Out gegen Slovan wie auch in der Folge im Play-off gegen Hajduk Split oder Steaua Bukarest wäre eine herbe Enttäuschung. Dessen ist sich auch Sonnleitner bewusst. „Unser Ziel ist es, Rapid in die Gruppenphase zu bringen“, betonte der Ex-Grazer. Den Europacup bezeichnete er als „Zuckerl“.

Die Meisterschaft sei demgegenüber das „tägliche Brot“. Dort durfte Sonnleitner zuletzt bereits beim Heim-1:1 gegen den SCR Altach für den verletzten Hofmann von Beginn an ran, der mit einem Muskelfaserriss in der Wade einige Wochen ausfallen wird. Rapid schenkte dabei mit einer schwachen Vorstellung nach der Pause einen Sieg her. „Wir haben es analysiert. Wir sind als Mannschaft überhaupt nicht zufrieden, wie wir aus der Pause rausgehen“, sagte Sonnleitner. Die Problematik soll nun aber der Vergangenheit angehören.

Fokussiert
„Ich denke, dass man schon gegen Bratislava sehen wird, dass wir fokussiert an die Sache herangehen und zwei gute Hälften spielen“, blickte der Team-Routinier zuversichtlich nach vorne. Die werde es auch brauchen. „Slovan spielt vielleicht in einer nicht so starken Liga wie wir, aber sie haben ein kombinationsstarkes Team. Wir brauchen einen guten Tag, um da drüberzukommen“, wusste Sonnleitner. Sein Trainer stand am Donnerstag vor der internationalen Feuertaufe.

Djuricins Europa-Debüt
„Es ist sicher ein besonderes Spiel für mich, weil es mein erstes internationales Pflichtspiel als Cheftrainer ist. Nichtsdestotrotz bereite ich mich genauso vor wie auf jeden Gegner“, sagte Goran Djuricin. Ihm ist wegen des Ausfalls von Hofmann nicht bange: „Wir haben adäquaten Ersatz.“ Die Partie war noch im Stadion Pasienky angesetzt, da die um mehr als 75 Millionen Euro völlig neuerrichtete Slovan-Heimstätte „Tehelne pole“, die ein Fassungsvermögen von 22.500 Fans haben wird, noch nicht ganz fertig ist.

krone Sport
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