Mi, 17. Oktober 2018

Ärztin, GKK, Ärztin...

08.08.2018 07:30

Weil Datum fehlte, blüht Grazer (78) „Marathon“

„Menschlich betrachtet“, so lautete der Titel einer Kolumne des legendären „Krone“-Ombudsmannes Reinald Hübel. Würden auch manche Behördenvertreter ihnen überantwortete Fälle „menschlich betrachten“, gäbe es weniger leere Kilometer, Ärger, Wartezeiten. Auf Menschlichkeit hatte auch Ludwig P. gehofft.

Der Grazer ist 78 Jahre alt und laboriert aktuell an den Folgen eines Armbruchs. Damit er seine verletzte Hand wieder vollständig gebrauchen kann, verschrieb ihm seine Hausärztin einige Bewegungsübungen und eine Physiotherapie.

In der Hoffnung, dass die Gebietskrankenkasse zumindest einen Teil der Kosten dafür übernimmt, musste der Pensionist am Montag persönlich bei der GKK vorsprechen - Ludwig P. ging zu Fuß, draußen hatte es Temperaturen jenseits der 30 Grad, Schweiß tropfte von seiner Stirn. „Nach längerem Warten erklärte mir die zuständige Bedienstete, dass die Überweisung unvollständig ausgefüllt sei, weil das Ausstellungsdatum fehle“, berichtet der Grazer.

„Ich empfinde das als Schikane“
Sein Vorschlag, er könne das Datum ja ergänzen, wurde brüsk zurückgewiesen: „Sie teilte mir mit, dass ein nachträgliches Einfüllen weder von ihr noch von mir vorgenommen werden könne, weil dies einer Urkundenfälschung gleichkäme“, schildert der 78-Jährige, der in Hitzetagen wie diesen jetzt einen neuen „Marathon“ vor sich hat: Er muss wieder zur praktischen Ärztin, diese muss das korrekte Daten einsetzen, dann geht’s neuerlich zur GKK. P.: „Ich empfinde das als Schikane!“

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