Di, 23. Oktober 2018

Proteste ungehört

05.08.2018 18:45

Busgarage vor Fenster: Familien müssen wegziehen

Trotz Hitzewelle herrscht derzeit eher frostige Stimmung in der Waitzendorf-Siedlung von St. Pölten. Das laufende Verfahren um ein bereits in Bau befindliches Busbetriebszentrum und großflächige Infrastruktur-Maßnahmen der Stadtgemeinde sind für die Bürger belastend. Drei Familien wollen bereits wegziehen.

„Wir hatten einen Traum vom beschaulichen Leben, diesen hat uns der Bürgermeister aber zerstört“, so die harte Kritik einer Mutter in der Waitzendorf-Siedlung. Die Frau bricht beim Gespräch mit der „Krone“ in Tränen aus. Man suche bereits einen Käufer für das renovierte Elternhaus, weitere zwei Familien ebenso. Denn bleiben will hier niemand. Die Busgarage an der Goldegger Straße mit geplanten Betriebszeiten von 0 bis 24 Uhr in der Nachbarschaft ist für Familien mit Kindern keine Option. Zwar liegen, wie berichtet, Einsprüche gegen das Projekt beim Landesverwaltungsgericht. Doch wie die Entscheidung ausfallen wird, ist noch völlig offen.

Dazu kommen Pläne für eine Straße direkt in die gegenüberliegende Eisberg-Siedlung, die in den Schubladen der Stadtplaner liegen sollen und bei den Betroffenen die Alarmglocken schrillen lassen. „Im Zuge dieses Projektes wurde die im Konzept geplante Erschließung eines zukünftigen Baugebiets diskutiert. Es gibt aber maximal mittel- bis langfristige Pläne für die Errichtung einer Straße“, heißt es aus dem Rathaus.

Ein verärgerter Anrainer am Eisberg: „Über eine neue Straße wurden wir gar nicht informiert. Da wird über die Betroffenen wieder einfach drübergefahren.“

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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