Di, 14. August 2018

Grenzwertig

01.08.2018 04:00

ADAC testet Benziner: Taugt der Partikelfilter?

Dass Autos Emissionsgrenzen auch im realen Fahrbetrieb auf der Straße einhalten, ist - wie die Vergangenheit gezeigt hat - bisher nicht immer selbstverständlich. Bei einem aktuellen Test von Benzinern nach den neusten Grenzwerten fällt das Ergebnis aber durchweg positiv aus.

Ab September gilt die Abgasnorm Euro 6d-temp, für deren Einhaltung viele Hersteller in ihren Benzinern auf Otto-Partikelfilter setzen. Sechs Modelle hat der ADAC in seinem „Ecotest“ nun untersucht: BMW 218i, BMW 230i, Mercedes A 200, Volvo XC40, VW Tiguan und VW Up GTI.

Prüfstandsausreißer bei Volvo
Die Ergebnisse mit den mobilen Messgeräten sind erfreulich: Alle Kandidaten bleiben bei normaler Fahrweise auf der Straße weit unter den Grenzwerten. Das zeigt, wie groß das Potenzial eines Partikelfilters auch beim Ottomotor ist. Unter Extrembedingungen am Prüfstand gibt es nur mit dem Volvo einen Ausreißer, der den Grenzwert für die Partikelanzahl nicht einhält.

Volkswagen fällt positiv auf
Vor allem die beiden VW-Modelle schneiden positiv ab: Ihre Partikelemissionen liegen zwischen einem Zehntel und einem Hundertstel des erlaubten Grenzwerts.

„Durch die konsequente Anwendung moderner Technologien zur Abgasreinigung kann der Beitrag der Autos zur Luftverschmutzung in den Städten weitgehend reduziert werden. Die Systeme sind nicht auf Kante genäht, sondern haben ausreichend Reserven, um auch unter anspruchsvollen Bedingungen sauber zu bleiben“, erklärt Thomas Burkhardt, ADAC Vizepräsident für Technik.

Neben den Schadstoffen werden bei dem Test des Autoclubs auch der Verbrauch und die damit verbundene CO2-Bilanz betrachtet, dabei ergab sich ein durchwachsenes Bild. Während der VW up! GTI und der Mercedes mit sauberen Abgasen und moderatem Verbrauch vier von fünf Sternen und damit eine Empfehlung erhalten, reicht es für die beiden BMWs und den Tiguan nur für drei Sterne. Ihre CO2-Bilanz ist nicht gut genug, beim Tiguan kommt ein erhöhter CO-Ausstoß im Autobahnabschnitt hinzu. Den hat auch der Volvo, zusätzlich zu seinen nur dort auch erhöhten Partikelwerten. In Kombination mit dem hohen Verbrauch durch das üppige Gewicht und dem hohen Aufbau reicht es letztlich nur für zwei Sterne.

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