So, 19. August 2018

Schüsse in Wohngegend

30.07.2018 19:57

Gasflasche in Flammen: Cobra verhindert Detonation

Schüsse am Montagnachmittag mitten in einer Wohngegend im niederösterreichischen Wiener Neustadt: Cobra-Beamte waren zu einem Einsatz in einer Fertigungshalle gerufen worden, nachdem eine Acetylengasflasche plötzlich in Brand geraten war. Es bestand akute Explosionsgefahr, die Umgebung wurde umgehend evakuiert. Indes nahmen Scharfschützen der Spezialeinheit die brennende Gasflasche ins Visier …

Der Einsatz spielte sich am Nachmittag in einer Metallverarbeitungsfabrik in der Gymelsdorfer Gasse ab. Arbeiter hatten die Einsatzkräfte alarmiert, nachdem aus einer Gasflasche plötzlich Flammen schlugen. Die Gefahr einer Explosion nahm von Sekunde zu Sekunde zu, rasches Handeln war gefragt, um eine drohende Katastrophe zu verhindern - zumal sich der Betrieb mitten in bewohntem Gebiet befindet. 36 Mann der Feuerwehr rückten daraufhin mit sieben Fahrzeugen zum Einsatzort aus.

Sirenenalarm
Dort angekommen, erkannten die Helfer sofort den Ernst der Lage und lösten die höchste Warnstufenkategorie aus, sodass auch die Sirenen heulten. Die Alarmierung mit Sirene sei deshalb erforderlich gewesen, um im Falle einer Explosion genügend Einsatzkräfte vor Ort zu haben, erklärte dazu Einsatzleiter Josef Bugnar - zumal sich im Gefahrenbereich noch weitere „explosionsgefährdete Objekte“ befanden.

Zwischenzeitlich wurde bereits mit der Evakuierung des Betriebes begonnen. „Da vor allem in der Anfangsphase noch akute Explosionsgefahr bestand, wurde von der Feuerwehr auch ein gegenüberliegendes Mehrparteienhaus geräumt", erklärte der Einsatzleiter.

Cobra-Beamte nahmen Gasflasche ins Visier
Die Spezialeinheit Cobra wurde - wie in so einem Fall üblich - ebenfalls alarmiert. Während per Wasserwerfer die brennende Gasflasche heruntergekühlt wurde, nahmen die Experten der Sondereinheit den in Flammen stehenden Gasbehälter ins Visier - und zwar im buchstäblichen Sinne. So positionierte sich etwa einer der Schützen auf dem Dach des Feuerwehrautos, um bessere Sicht auf die brennende Gasflasche zu erhalten. Mehrmals schossen die Einsatzkräfte mit Spezialmunition auf das Behältnis. Dabei kam es zu mehreren kleinen Explosionen, „welche sowohl von den Schüssen als auch vom sich plötzlich entzündenden Gas" herrührten, so die Feuerwehr.

Die Gefahr war danach gebannt, nach einer Kontrolle mit Wärmebildkameras konnten die Einsatzkräfte schlussendlich wieder einrücken.

 krone.at
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