Di, 23. Oktober 2018

Mehr als 6000 Besucher

30.07.2018 09:00

Mittersill feierte seine Stadt und Schützen

Doppelte Feier in Mittersill: Die Stadt feierte ihren zehnten Geburtstag und ließ gleichzeitig ihre Schützenkompanie zum 50er hochleben. Das dreitägige Fest lockte mehr als 6000 Besucher in den Oberpinzgau.

1500 Gäste waren am Sonntagvormittag bei der Feldmesse auf der großen Wiese neben der Schule bereit. Schützenkompanien aus dem gesamten Pinzgau und Musikkapellen standen in Formation, Ehrengäste und Zuschauer warteten auf den Beginn. Als letzte marschierten die befreundeten Kameraden aus dem Ostiroler Matrei ein, um der Mittersiller Schützenkompanie zum 50-Jahr-Jubiläum die Ehre zu erweisen. Gerade rechtzeitig lichteten sich die letzten Wolken am Oberpinzgauer Himmel. Kaiserwetter. Kanonenschüsse eröffneten kurz darauf den Festakt. Pfarrer Adalbert Dlugopolsky führte durch die Messe. Bei den Ansprachen der Ehrengäste und Politiker merkte man deutlich: Ein Ort, eine Region ist stolz auf ihre Vereine und die Stadt. Nicht zufällig feiert Mittersill sein zehn-jähriges Fest zur Stadterhebung gemeinsam mit den beliebten Schützen, die bei zahlreichen Festen zum Einsatz kommen, deren 50-Jähriges.

„Brücken bauen“ wurde als Motto ausgeben. Bürgermeister Wolfgang Viertler sprach von einem „Dankeschön fürs Miteinander“. Nur gemeinsam mit anderen Gemeinden - die Ortschefs aus Krimml, Stuhlfelden, Uttendorf und Niedernsill waren ebenfalls anwesend - sind die großen Projekte der Region zu meistern: Infrastruktur, Bildung, Gesundheitswesen und die Wirtschaft.
Zum Stadtjubiläum ist man besonders auf die neue „Tauern-Bridge“ im Ortszentrum stolz. Sie bildet den Abschluss des Hochwasserschutzes in Mittersill und ist erst seit wenigen Wochen befahrbar. „Eigentlich ist es eine riesige Maschine“, erklärt Bürgermeister Viertler den Hub-Mechanismus. Früher waren die drohenden Fluten das Kernthema im Ort. Alle 30 Jahre wurde Mittersill vom Wasser der Salzach versenkt. Besonders dramatisch war es am 12. Juli 2005. 300 Familien waren in ihrer Existenz bedroht. Gemeinsam hat die Gemeinde mit dem Land Salzburg und dem Bund die Katastrophe gemeistert. Und es war der Startschuss in eine neue Ära.

Bis 2008 war der Oberpinzgauer Ort von den Fluten gesichert und Mittersill zur Stadt ernannt. „Wir haben uns den Problemen gestellt“, sagt Viertler. Viel ist seitdem passiert: Es gibt eine neue Verkehrsführung, die Hallenbadstraße wurde als mögliche Umfahrung gebaut, ein Fernwärmekraftwerk entstand und die Stadt hat sich als Einkaufsort neu definiert. „Die Krönung ist das Nationalparkzentrum, welches mehr als 100.000 Besucher im Jahr anlockt“, sagt Viertler, der die ganze Region einlud, drei Tage lang mitzufeiern. 60 Vereine belebten das Zentrum mit ihren Ständen. Ein beliebter Treffpunkt war wieder einmal der „Saloon“, der nur zum Stadtfest geöffnet wird.

Felix Roittner
Felix Roittner

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.