Wahre Impf-Muffel

Österreicher lässt die Neue Grippe großteils kalt

Österreich
06.12.2009 13:52
Die Neue Grippe lässt die Österreicher offenbar ziemlich kalt: 86 Prozent meinen, dass die Gesundheitsbehörden die Situation gut im Griff haben. Rund drei Viertel sind "Influenza-Impf-Muffel", wie aus einer repräsentativen Umfrage von OEKONSULT mit 1.013 Testpersonen im Alter zwischen 14 und 68 Jahren hervorgeht. "Man stelle sich vor: Es ist Pandemie, aber (fast) keiner geht hin", heißt es dazu süffisant in der Aussendung zur Umfrage.

Der Chef des Unternehmens, Joshi Schillhab, interpretiert das Ergebnis der Umfrage folgendermaßen: "Von einer Hysterie oder gar Panik in Sachen Schweinegrippe kann in keiner Weise die Rede sein." Dies unterscheide Österreich von vielen anderen Staaten weltweit.

Nur wenige vom H1N1-Thema genervt
71 Prozent der Befragten bekundeten uneingeschränktes Interesse an einschlägigen Medienberichten, insgesamt sind 97 Prozent in unterschiedlichem Ausmaß an Pandemie-Berichten interessiert. Nur vier Prozent zeigten sich von dem Thema "genervt". Insgesamt - so die Umfrageergebnisse - nimmt bei den Österreichern die Besorgnis gegenüber der Influenza-Bedrohung merkbar zu, allerdings immer noch auf recht niedrigem Niveau. 

Äußerst besorgt sind nunmehr zwölf Prozent (in einer ähnlichen Vorstudie vom Juli 2009 waren es sieben Prozent). In keiner Weise besorgt zeigen sich 18 Prozent, genau so viele wie im vergangenen Juli. 86 Prozent der Österreicher glauben, dass die Gesundheitsbehörden auch bei Massenerkrankungen die Lage im Griff haben würden.

Impflust hält sich in sehr engen Grenzen
Besondere Impflust kann der österreichischen Bevölkerung jedenfalls nicht unterstellt werden. Zum Befragungszeitpunkt Ende November gaben knappe fünf Prozent an, bereits gegen die Neue Grippe geimpft zu sein. 20 Prozent behaupteten, dies ganz sicher noch tun zu wollen. 75 Prozent hingegen sagten unverblümt, sie würden die angeratene Schutzimpfung definitiv verweigern. 71 Prozent meinten, Logistik und Organisation der Impfeinrichtungen würden im Großen und Ganzen in Ordnung sein.

Mit Gesundheitsminister Alois Stöger sind die Österreicher in dieser Angelegenheit offenbar zufrieden. Der Ressortchef wurde in Sachen Schweinegrippe von 82 Prozent der Befragen als vertrauenswürdig bezeichnet. OEKONSULT: "Zu Beginn des Pandemie-Hypes mitunter als unspektakulär charakterisiert, goutieren offensichtlich immer mehr Österreicher und Österreicherinnen den sachlichen, verhaltenen und unaufgeregten Umgang des Ministers mit der viralen Bedrohung. 37 Prozent stellen Stöger ein makelloses 'Impfzeugnis' aus, dagegen wollen fünf Prozent am Ressortchef kein gutes Haar lassen."

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
06.12.2009 13:52
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung