Mo, 22. Oktober 2018

Passagiere bestohlen

27.07.2018 11:07

Dreiste Serien-Diebe schlugen in Nachtzügen zu

Die Salzburger Polizei konnte zwei Serien-Dieben, die seit Jänner 2016 in Nachtzügen ahnungslose Passagiere bestohlen hatten, das Handwerk legen. Mehr als ein Dutzend Coups konnten die Ermittler den beiden nachweisen, Schaden: Um die 50.000 Euro. Das Geld schickten sie an Verwandte in die Heimat.

Nach der Festnahme von zwei Zugdieben bei Stegenwald im Salzburger Pongau Ende Juni hat die Polizei den beiden Verdächtigen eine ganze Reihe von Taten nachgewiesen. Demnach dürften sich der 54-jährige Tunesier und der 43-jährige Italiener seit Jänner 2016 mindestens 15 mal in die Abteile internationaler Nachtzüge geschlichen und dort Gepäckstücke gestohlen oder durchsucht haben.

Ihre Beute - vor allem Bargeld, aber auch Mobiltelefone, Digitalkameras, Uhren und Schmuck - schickten die zwei Männer unter anderem an Angehörige im Ausland. Am 26. Juni 2018 wurde das Duo auf frischer Tat vom Zugpersonal beim Durchsuchen eines Rucksacks erwischt. Die beiden Männer versuchten zu flüchten und verletzten die Bahnmitarbeiter mit Faustschlägen. Dann zogen sie die Notbremse und stiegen aus dem Zug. Die in Österreich wohnhaften Diebe konnten aber kurz darauf von der Polizei festgenommen werden und wurden in Untersuchungshaft gesteckt.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung beim 54-Jährigen in Villach stellte die Polizei 30 Wertgegenstände sowie internationalen Banknoten im Gesamtwert von rund 500 Euro sicher. Zugleich fand die Polizei heraus, dass an verschiedene Familienmitglieder in Italien und Tunesien Geldbeträge im insgesamt fünfstelligen Bereich überwiesen wurde. Die von der Polizei ausgeforschten Opfer stammen aus Europa, Chile, Vietnam oder Neuseeland. Insgesamt entstand durch die Diebstähle ein Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich.

Max Grill
Max Grill

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