Mo, 24. September 2018

30.000 Jahre alt

26.07.2018 14:18

Ritzungen auf Mammut-Rippe lassen Forscher rätseln

Markierungen auf einer mehr als 30.000 Jahre alten Rippe eines Mammuts geben Forschern Rätsel auf. Der 44 Zentimeter lange Knochen mit zahlreichen Ritzungen wurde von einem Team um Nicholas Conard von der Universität Tübingen in der Höhle „Hohle Fels“ auf der Schwäbischen Alb im deutschen Bundesland Baden-Württemberg entdeckt.

Die Rippe, die am Donnerstag in Blaubeuren gezeigt wurde, weist zwei Reihen von Markierungen auf, eine mit 83 und die weitere mit 90 Strichen. An anderer Stelle gibt es 13 Einschnitte. „Wir vermuten stark, dass die Rippe als Informationsträger diente“, sagte Conard.

Forscher wollen Ideen via Facebook sammeln
Möglicherweise sei etwas gezählt worden. „Aber es ist unbekannt, ob es hier um Jagdbeute, Menschen, Tage, Mondzyklen oder etwas anderes ging.“ Eine Art von Kalender sei zwar naheliegend, aber die Zahlen würden kein klares System ergeben. Zur Lösung des Rätsels um die Mammutrippe könnten möglicherweise auch Ideen beitragen, die über Facebook gesammelt werden sollen.

Fundstätte seit dem Vorjahr Weltkulturerbe
Die Höhle „Hohle Fels“ war 2017 von der UNESCO zusammen mit anderen Fundstätten von Eiszeit-Kunstgegenständen auf der Alb zum Weltkulturerbe erklärt worden. Die Rippe ermögliche neue Interpretationen zur Nutzung solcher Knochen durch die ersten modernen Menschen in der Altsteinzeit, erklärte Conard.

Belegt ist bisher die Nutzung von Mammutknochen als Werkzeug - etwa zum Walken von Leder - oder als Brennmaterial, weil große fetthaltige Knochen ein guter Ersatz für das in der Eiszeit knappe Brennholz waren. Deshalb sind nur wenige große Knochen aus dieser Zeit erhalten geblieben.

 krone.at
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