Di, 21. August 2018

Neue Ausbildung:

25.07.2018 12:00

Krankenpfleger künftig mit Bachelor-Abschluss

In Innsbruck wurde am Dienstag das neue Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege vorgestellt. Mit flächendeckenden Ausbildungsmöglichkeiten an insgesamt sechs Standorten in Tirol soll dem akuten Pflegemangel aktiv gegengesteuert werden. Insgesamt bis zu 364 Studienplätze entstehen zwischen Zams und Lienz.

In Innsbruck und Schwaz startet der neue Studiengang schon im Herbst (statt der Diplom-Ausbildung). Reutte, Zams, Kufstein und Lienz folgen im nächsten Jahr. An allen Standorten soll die Ausbildung zur Pflegeassistenz, zur Pflegefachassistenz und das Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege angeboten werden. Denn aus Erfahrung wisse man:  „Wer in der Region ausgebildet wird, bleibt auch dort“, erklärte Walter Draxl, Geschäftsführer der FH Gesundheit. Diese übernimmt die Schirmherrschaft über die Studienplätze. Aber auch die UMIT ist beteiligt.

Gemeinsam schaffbar
Das neue Studium sei das Ergebnis erfolgreicher Zusammenarbeit und biete hohes Zukunftspotenzial, betonte LR Bernhard Tilg am Dienstag. Das bestätigte auch Gemeindeverbands-Präsident Ernst Schöpf: „Wir wissen um die Herausforderungen in der Pflege, aber es droht keine Apokalypse. Ich wünsche mir mehr heitere Gelassenheit. Gemeinsam schaffen wir das.“

Jüngere Zielgruppe nicht vergessen
Robert Kaufmann, Obmann der Arge Tiroler Heime, sprach kürzlich noch von einem „Katastrophen-Szenario“ - 300 neue Pflegekräfte wären, wie berichtet, jährlich nötig. „Ich begrüße den neuen Studiengang sehr“, sagte er nun auf „Krone“-Nachfrage. Aber man dürfe die 15- bis 17-Jährigen nicht vergessen und müsse auch den Weg über berufsbildende Schulen gehen. „Auch eine Lehre ist denkbar“, betonte Kaufmann.

Maßnahmenbündel
Die Ausbildung neuer Pflegekräfte sei allerdings nur ein Aspekt aus einem Bündel an Maßnahmen, das nötig ist um die Pflegeaufgabe bewältigen zu können, sind sich alle Experten einig. So wird parallel auch an der Harmonisierung der Gehälter gearbeitet, die im Jahr 2020 in Kraft treten soll. Und auch im Ausland soll nach Nachwuchs gefischt werden.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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