So, 23. September 2018

„Wink Gottes“

23.07.2018 17:46

Frau beinahe von Stein aus Klagemauer erschlagen

Während des Gebets an der Klagemauer in Jerusalem ist am Montag eine betende Frau beinahe von einem herausgebrochenen Stein erschlagen worden. Videoaufnahmen zeigen, wie der aus mehreren Metern Höhe gefallene riesige Steinbrocken knapp neben der Frau einschlägt. Die Frau kam mit dem Schrecken davon. Doch der Vorfall beschäftigt nicht nur die sozialen Medien, sondern auch jüdische Geistliche.

Nach Angaben der „Times of Israel“ sprach der für die Klagemauer zuständige Rabbiner, Schmuel Rabinovich, von einem „ungewöhnlichen und extrem seltenen Vorfall“. Es sei das erste Mal seit Jahrzehnten, dass sich etwas Derartiges ereignet habe. Experten der isralischen Altertumsbehörde sollen nun prüfen, wie es dazu kommen konnte.

Vorfall ereignete sich nach jüdischem Fasten- und Trauertag
In sozialen Medien interpretieren einige Nutzer den Vorfall als „himmlischen Wink“. Rabinovich verwies darauf, dass sich der Vorfall am Tag nach dem jüdischen Fasten- und Trauertag Tisch‘a be Av ereignete, an dem an die Zerstörung der beiden jüdischen Tempel erinnert wird. Rabinovich rief Gläubige zur „Gewissensprüfung“ auf.

Der Stein fiel auf einen Abschnitt vor der Klagemauer, der von liberalen jüdischen Strömungen und von Frauen und Männern gemeinsam genutzt wird. Strengreligiösen Juden lehnen das gemeinsame Gebet beider Geschlechter strikt ab. Die Klagemauer ist ein Überrest der Befestigung des zweiten Jerusalemer Tempels. Sie liegt am Fuße des Tempelbergs (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum), der Juden und Muslimen heilig ist.

 krone.at
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